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MSCI-Futures: Anpassungen der kleinsten Preisveränderung (Tick) für Futures-Kalender-Spreads und der Non-Disclosure Limits, sowie Handelbarkeit für Teilnehmer in den USA

Erscheinungsdatum: 05. Feb 2020 | Eurex Exchange

008/2020 MSCI-Futures: Anpassungen der kleinsten Preisveränderung (Tick) für Futures-Kalender-Spreads und der Non-Disclosure Limits, sowie Handelbarkeit für Teilnehmer in den USA

Eurex-Rundschreiben 008/20

1.  Einführung

Die Geschäftsführung der Eurex Deutschland hat mit Wirkung zum 24. Februar 2020 die folgenden Änderungen für MSCI-Futures beschlossen: 

A.die kleinste Preisveränderung (Tick) für standardisierte Futures-Strategien (Futures-Kalender-Spreads) für insgesamt 18 MSCI-Futures zu reduzieren,
B.in 29 Produkten das Non-Disclosure Limit („untertägige Nichtanzeige-Limite“) zu erhöhen,
C.15 weitere MSCI-Futures für die Handelbarkeit in den USA freizuschalten.

Darüber hinaus wird ein weiterer MSCI-Future, vorbehaltlich der regulatorischen Zulassung, mit Wirkung zum 2. März 2020 für die Handelbarkeit in den USA freigeschaltet.  

Die Verkleinerung der Ticks in Futures-Kalender-Spreads wird sowohl die Preistransparenz im vierteljährlichen Roll erhöhen, als auch die Handelbarkeit über das Orderbuch. 

Die Anpassungen bei den Non-Disclosure Limits werden ebenfalls zu einer höheren Transparenz über getätigte Geschäfte führen.  

2. Erforderliche Tätigkeiten 

Die Änderung der Tick-Größe betrifft alle Handelsteilnehmer der Eurex Deutschland und Vendoren. Diese sollten die neue Tick-Größe bei ihren Handelsaktivitäten berücksichtigen. Als Referenz kann man andere MSCI-Futures heranziehen, bei denen heute bereits ein kleinerer Tick in den Futures-Kalender-Spreads angeboten wird (z.B. Eurex-Produkte FMEU oder FMWO).

3. Details der Initiativen

A.: Herabsetzung der Tick-Größe für Futures-Kalender-Spreads

Mit Wirkung zum 24. Februar 2020 wird der Tick in Futures-Kalender-Spreads für die unten aufgeführten Produkte geändert. Damit einhergehend reduziert sich der Tick-Wert. In den Outright-Kontrakten („Simple Instruments“) bleibt die minimale Preisveränderung unverändert. 

Die Tabelle im Anhang 1 gibt einen Überblick über die Kontrakte und deren kleinste Preisveränderung.

Bei den ersten fünf Produkten in der Tabelle ist bereits heute eine kleinere Tick-Größe im Kalender-Spread-Orderbuch als im Outright-Orderbuch. 

Bei den anderen 13 Produkten (MSCI Australia und folgende) werden zeitgleich mit der Änderung des Ticks im Futures-Kalender-Spread auch die Outright- und Kalender-Spread-Orderbücher entkoppelt. Damit wird das synthetische Matching im Outright-Orderbuch mittels implizierter Preise im Kalender-Spread-Buch vom Handelssystem nicht mehr unterstützt. Das heißt, Kombinationen von in unterschiedlichen Auftragsbüchern gespeicherten preisbesten Aufträgen oder Quotes („synthetischer Pfad“) und der aus einer solchen Kombination von Auftragsbuchseiten gebildete Preis („synthetischer Preis“) und Pfadprioritäten für die betroffenen MSCI-Futures werden nicht mehr unterstützt. 

Bitte beachten Sie, dass in den Produkten, bei denen der alte Tick nicht ein Vielfaches des neuen Tick ist (d.h. bei den Produkten FMEA, FMEE, FMEL und FMEM), die Orders im Kalender-Spread-Orderbuch am Vorabend der Änderung gelöscht werden.

Technische Verteilung der Produkt- und Instrument-Konfiguration

Die Preisgranularität wird über den „Instrument-Snapshot“ in RDI (Reference Data Interface) verteilt. Die entsprechenden Instrument-Attribute sind InstrumentPricePrecision, MinPriceIncrement und MinPriceIncrementAmount.

Bitte beachten Sie, dass alle MSCI-Futures bereits einen separaten, kleineren Tick von 0,001 in den Eurex T7 Entry Services (TES) verwenden, wie in Eurex-Rundschreiben 083/18 beschrieben.

Die jeweils zulässige Limit-Order-Preisgranularität für unterschiedliche Instrument-Typen und Trade-Typen wird auf dem „Product Snapshot“ in dem Bereich „TickRules“ abgebildet.

B.: Anpassung Non-Disclosure-Limits

In den 29 Produkten in der Tabelle im Anhang 1 wird das Non-Disclosure Limit („untertägige Nichtanzeige-Limite“) erhöht.

C.: Handelbarkeit für Teilnehmer in den USA 

Eurex Deutschland hat einen Zertifizierungsantrag an die „Division of Market Oversight“ der „Commodities Futures Trading Commission“ (CFTC) gestellt, um den Handel von nachfolgenden MSCI-Futures in den USA anzubieten. Die CFTC hat diese Kontrakte nun zertifiziert, so dass sie für den Handel in den USA zur Verfügung gestellt werden können. Die Tabelle dazu finden Sie in Anhang 1. 

Gemäß der Registrierung der Eurex Deutschland als „Foreign Board of Trade“ können die MSCI-Futures Personen in den USA über Eurex-Terminals mit direktem Zugang in den USA angeboten oder an diese verkauft werden.

Der Produktionsstart erfolgt zum 24. Februar 2020. Die Multicast-Adressen für die Datenverteilung bleiben weiterhin unverändert. Für die Port-Nummern ergeben sich jedoch folgende Änderungen:

  • Snapshot messages: Änderung von 59032 auf 59000
  • Incremental messages: Änderung von 59033 auf 59001

Darüber hinaus hat Eurex Deutschland einen entsprechenden Antrag für einen weiteren MSCI-Future (MSCI Saudi Arabia) gestellt. Vorbehaltlich der regulatorischen Genehmigung seitens der CFTC wird das folgende Produkt zum 2. März 2020 entsprechend umgestellt.
Die Tabelle finden Sie in Anhang 1.

Anhänge:

  1. Tabellen zu den Details der Initiativen
  2. Geänderte Abschnitte der Kontraktspezifikationen für Futures-Kontrakte und Optionskontrakte an der Eurex Deutschland

Weitere Informationen

Empfänger:

Alle Handelsteilnehmer der Eurex Deutschland und Vendoren

Zielgruppen: 

Front Office/Handel, Middle + Backoffice, IT/System Administration, Auditing/Security Coordination

Kontakt:Equity & Index Product Design, Ralf Huesmann, T +49-69-211-1 54 43, ralf.huesmann@eurexchange.com
Web:www.eurexchange.com
Autorisiert von:Michael Peters
 

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