Thema der Woche: T7 – eine echte Erfolgsgeschichte

Erscheinungsdatum: 03. Dez 2018 | Eurex Exchange, Eurex Clearing

Thema der Woche: T7 – eine echte Erfolgsgeschichte

Unsere Handelsarchitektur T7 ist eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte. Am 3. Dezember 2018 kommt nun Release 7.0 – genau der richtige Zeitpunkt, um auf die Anfänge zurückzublicken und einen Ausblick auf die kommenden Jahre zu wagen. Wie hat alles angefangen, was sind die Gründe für den Erfolg und gibt es mit dem Release 7.0. neue Weiterentwicklungen und Verbesserungen? Jonas Ullmann, Head of Market Functionality, hat die Antworten.

Jonas Ullmann, Head of Market FunctionalityZoom

Jonas Ullmann, Head of Market Functionality

T7 gibt es schon seit einiger Zeit. Wann und wie hat das alles angefangen?

Ende 2012 wurde T7 für die ersten Eurex-Produkte eingeführt. Zuvor war es nur an der International Securities Exchange (ISE) verwendet worden. Die Umstellung des Handels vom alten klassischen Handelssystem der Eurex auf Eurex T7 war ein wichtiger Schritt zur Verbesserung von Latenz, Durchsatz und Funktionalität für Eurex. Die Einführung modernster Order-by-Order-Marktdaten (EOBI-Marktdaten) und die Migration unserer Off-Book-Services zu T7 waren weitere Meilensteine in den letzten fünf Jahren.

Wie viele Börsen haben T7 bisher adaptiert und was sind die Gründe für den Erfolg?

T7 ist einfach das modernste Handelssystem. Es wird von mehreren Börsen genutzt, insbesondere innerhalb der Gruppe Deutsche Börse wird es für unsere Derivatemärkte (Eurex, EEX und Nodal), unseren Kassamarkt (Xetra) und für unsere Devisenmärkte (360T) eingesetzt. Mit unserer Technologie und Infrastruktur bieten wir dem Markt eine stabile, vorhersehbare und latenzarme Plattform für den Handel. Darüber hinaus ist das T7-System auch die Grundlage für das von der Bombay Stock Exchange betriebene Handelssystem.

Was kommt neu mit Release 7.0?

Erstens werden erweiterte und neue Risikofunktionalitäten und Schutzmaßnahmen eingeführt, um das Risikomanagement weiter zu unterstützen. Dies wird durch interne und regulatorische Anforderungen immer wichtiger für unsere Teilnehmer. Durch die Erweiterung von Quote Mass Cancellation und Market Maker Protection auf Business Unit-Ebene können Kosteneinsparungen und Risikoreduzierung für Liquiditätsanbieter erreicht werden, die aktiv über mehrere Sitzungen Liquidität bereitstellen. Eine neue Pre-Trade-Risikolimit-Funktionalität wird kontinuierlich prüfen, ob gehandelte Mengen in Kombination mit dem Auftragseingang die vordefinierten Risikolimits überschreiten würden. Die Funktionalität steht sowohl für den buchmäßigen als auch für den außerbörslichen Handel sowohl für Nicht-Clearing-Mitglieder als auch für Clearing-Mitglieder zur Verfügung und kann von jedem Teilnehmer genutzt werden, insbesondere wenn es um die Begrenzung des Risikos geht.

Diese neue Risikofunktionalität wird mit dem Release T7 7.0 verfügbar sein. Die Aufrechterhaltung von Risikonutzergruppen (Scope for Limit, definiert durch das Nicht-Clearing-Mitglied) ist ab dem 3. Dezember 2018 und die Risikolimit-Aufrechterhaltung ab dem 4. Dezember 2018 möglich.

Aber Release 7.0 bietet noch mehr, oder?

Ja! Es gibt zum Beispiel Eurex Improve. Es wird unsere Matching-Funktionalität erweitern, um Preisverbesserungswünsche einzelner Kundenaufträge durch Interaktion mit dem Auftragsbuch zu ermöglichen. Innovativ an dieser Lösung ist die vollständige Integration in den Orderbuchabgleich und der Nutzen für die Endkunden durch Preisverbesserungen sowie eine faire Volumenverteilung zwischen Liquiditätsanbietern und Brokern. Die Einführung der Funktionalität ist für das zweite Quartal 2019 geplant, Produktumfang und Parameter werden derzeit mit den Marktteilnehmern diskutiert.
Eurex EnLight, das 2018 eingeführt und für festverzinsliche Optionen sowie die Schweizer Aktien- und Indexoptionen eingeführt wurde, wird in T7 7.0 erweitert. Gemeinsam mit unseren Teilnehmern haben wir kontinuierlich neue Features und Workflows eingeführt. Die jüngste Erweiterung ist der Arbeitsdelta-Workflow, der die typische Arbeitsdeltaverhandlung repliziert. Diese neue Funktionalität wird im März 2019 mit mehreren weiteren Verbesserungen verfügbar sein, und die Erweiterung von EnLight auf weitere Aktien- und Aktienindexsegmente ist für das zweite Quartal 2019 geplant.

Dann gibt es noch den passiven Liquiditätsschutz. Kannst du uns ein bisschen was über diese neue Funktionalität erzählen?

Wir wollen allen Marktteilnehmern einen Anreiz geben, verbesserte passive Orders oder Quotes mit engeren Spreads und größerem Umfang im Optionsauftragsbuch zu platzieren. Im Gegensatz zu aktiven Aufträgen beabsichtigen passive Aufträge nicht, auf bestehende Aufträge im Auftragsbuch zu reagieren. So sind passive Orders Preisänderungen ausgesetzt – im Gegensatz zu Marktteilnehmern, die nur aktiv Orders ausführen. Das neue Modell ermöglicht es Eurex, Liquiditätsanbieter vor ungünstiger Auswahl zu schützen, wenn es darum geht, die Orderbuchpositionen bei Grundgeschäften zu aktualisieren. Dies ist besonders wichtig in den komplexeren Optionsmärkten, in denen die Preisbildung eng mit dem Basiswert verbunden ist. Der passive Liquiditätsschutz wird daher nur für Optionen eingeführt.

Die Einführung dieser Funktionalität ist für das zweite Quartal 2019 geplant, Produktumfang und Parameter werden derzeit mit den Marktteilnehmern diskutiert.

Und schließlich führt ihr in Asien erweiterte Handelszeiten ein.

Ja, diese Erweiterung ermöglicht es den Marktteilnehmern, präzisere Sicherungstechniken zu implementieren, relative Wert- und Cross-Market-Strategien zu verfolgen und auf Marktnachrichten oder wichtige Ereignisse außerhalb der europäischen Kernhandelszeiten zu reagieren. Die Produktpalette umfasst EURO STOXX 50®, DAX® und Mini-DAX® Futures, alle deutschen Renten-Futures und alle MSCI-Futures.

Alle Handelsteilnehmer und Clearing-Mitglieder können während der erweiterten Servicezeiten über bestehende Mitgliedschaften und Infrastrukturen teilnehmen.

Wer ist das Team hinter T7?

Das Team hinter der Entwicklung des Handelssystems ist sehr vielfältig. Es beginnt natürlich bei den funktionalen Architekten, den Softwareentwicklern, den Testern, Business-Analysten und Architekten aller Komponenten und Bereiche. Jeder ist super motiviert und leidenschaftlich, unser System voranzubringen und zum Erfolg zu führen. Aber das ist noch nicht alles; wir arbeiten sehr eng mit unserem Produkt- und Marktdesign und unseren Business Development-Teams zusammen, um neue Funktionen, Features und Produkte einzuführen, um T7 so attraktiv wie möglich für den Handel zu machen. Und damit ist es noch nicht getan. Die Vertriebs- und Key-Account-Manager bringen oft Feedback von unseren Kunden ein, wie wir unser Dienstleistungsangebot weiter verbessern können. Dieses Feedback wird dann in unsere Entwicklung einbezogen. Dieser kontinuierliche Dialog, um die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden einzubeziehen, ist uns sehr wichtig, und deshalb denke ich, alle, die ihr Know-how und ihre Erfahrung einbringen, gehören zum Eurex T7-Team.

 

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