Auf einen Blick: die Ergebnisse der Eurex im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2018

Erscheinungsdatum: 01. Aug 2018 | Eurex Exchange

Auf einen Blick: die Ergebnisse der Eurex im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2018

Im Segment Eurex (Finanzderivate) berichtet die Gruppe Deutsche Börse über die Geschäftsentwicklung im Handel und Clearing von Finanzderivaten an der Terminbörse Eurex Exchange. Zudem wird das Clearingvolumen von OTC-Zinsderivaten, einem der strukturellen Wachstumsfaktoren für die Gruppe Deutsche Börse, als weitere Position ausgewiesen.

Kennzahlen des Segments Eurex (Finanzderivate)


2. Quartal 2018

Während im ersten Quartal 2018 Aktienindexderivate aufgrund der deutlich höheren Aktienmarktvolatilität deutliche Zuwächse im Handelsvolumen erzielt hatten, verzeichneten im zweiten Quartal 2018 die Zinsderivate starkes Wachstum. Hier gaben die Entscheidungen der Fed und der EZB dem Handel mit Zinsderivaten auf lang laufende Basiswerte wichtige Impulse, da nun auch auf mittlere Sicht wieder mit steigenden Zinsen im Euroraum zu rechnen ist. Zudem haben Eurex-Derivate auf italienische BTP-Anleihen im Mai 2018 Umsätze auf Rekordniveau verzeichnet. Die hohen Volumina wurden durch die Ereignisse rund um die Regierungsbildung ausgelöst – dank der breiten Eurex-Produktpalette mit Futures und Optionen konnten Investoren ihre Portfolios entsprechend absichern. In Summe nahm die Zahl der gehandelten Zinskontrakte im zweiten Quartal 2018 um 18 Prozent zu, am 4. Juni erzielte Eurex einen neuen Tagesrekord mit 10,5 Mio. gehandelten Zinsderivaten.

Noch stärker (plus 32 Prozent) wuchsen die Derivate auf Einzelaktien – der Rückfluss von Liquidität in Einzelaktiengeschäfte ist bei allen großen europäischen Terminbörsen zu beobachten. Hier überträgt sich u.a. das derzeit positive Investitionsklima der Aktienbörsen in Europa auf die Futures und Optionen. Der Handel mit Aktienindexderivaten blieb mit einem Minus von 2 Prozent dagegen aufgrund einer wieder gesunkenen Aktienmarktvolatilität leicht hinter dem Vorjahr zurück.

Das Partnerschaftsprogramm der Eurex Clearing nimmt weiter Fahrt auf. Dieses wurde im Oktober 2017 aufgelegt, um eine liquide, in den EU-27-Staaten angesiedelte Alternative für die Verrechnung von Eurodenominierten Zinsswaps zu schaffen. Bislang sind 29 Teilnehmer aus den USA, Großbritannien, Asien und Kontinentaleuropa beigetreten. Im zweiten Quartal 2018 verzehnfachte sich das geclearte Volumen im Zinsderivatesegment gegenüber dem zweiten Quartal des vergangenen Jahres. Das ausstehende Nominalvolumen lag Ende Juni 2018 rund fünfmal über dem Niveau im Juni 2017. Damit hält Eurex Clearing inzwischen einen Anteil von rund 8 Prozent des weltweiten in Euro denominierten Zinsderivatemarktes, basierend auf dem ausstehenden Nominalvolumen von in Euro denominierten OTC-Zinsderivaten, die auf den Internetseiten von Eurex Clearing, LCH und CME veröffentlicht wurden (per 30. Juni 2018).

Zum 1. April 2018 wurde an der Eurex eine temporäre Reduzierung der Bearbeitungsentgelte für durch die Kunden hinterlegte Barsicherheiten aufgehoben. Auf Barsicherheiten wird seitdem wieder ein Bearbeitungsentgelt von 20 Basispunkten erhoben. Dadurch sind die Zinserträge, die Bestandteil der „Entgelte für hinterlegte Sicherheiten“ sind, gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gestiegen.

Erstes Halbjahr 2018

Auch auf Halbjahressicht ist das Segment für Finanzderivate zweistellig gewachsen. Waren es im ersten Quartal noch die Aktienindexderivate, mit denen Eurex im Zuge der höheren Volatilität starke Zugewinne erzielte, so waren es im zweiten Quartal v.a. die Zinsprodukte, die das Ergebnis beflügelten. Dies bestätigt die Strategie von Eurex, eine breit diversifizierte Produktpalette in allen Anlageklassen anzubieten. So kann Eurex die Handels- und Absicherungsstrategien der Marktteilnehmer bei unterschiedlichen makroökonomischen Einflussfaktoren bedienen.

 

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