Glossar

Glossar

  • @X-ceed Trading GUI (@X-ceed Trading GUI)

    Frontend-Funktionalität von Eurex für den Handel von Derivaten.

  • @X-pert Clearing GUI (@X-pert Clearing GUI)

    Clearing-Frontend-Funktionalität von Eurex für die Abwicklung von Aktien.

  • @X-tract Clearing GUI (@X-tract Clearing GUI)

    Clearing-Frontend-Funktionalität von Eurex für die Abwicklung von Derivaten.

  • Absicherung (hedging)

    Strategie zum Schutz eines bestehenden Portfolios oder geplanter Investitionen gegen nachteilige Preisänderungen.

  • Abwicklung (settlement)

    Der gesamte Prozess der Abwicklung von Kauf- und Verkaufs-Transaktionen.

  • Abwicklung auf Ebene CCP - Clearing-Mitglied (settlement on CCP - Clearing Member level)

    Im Rahmen der Abwicklung von Kassawertpapieren umfasst die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen eines Clearing-Mitglieds gegenüber Eurex Clearing AG (CCP) sowohl die Geldverpflichtung aus dem Aufrechnungsblock oder die Netto-Lieferinstruktion der Netto-Obligation als auch die Obligation aus Geschäften, die für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnet sind.

  • Abwicklung auf Ebene Clearing-Mitglied - Kunde (settlement on Clearing Member - customer level)

    Die Lieferung von Wertpapieren des Kassamarkts findet unter Berücksichtigung des Freigabestatus statt („freigegeben” oder „gesperrt”). Aus Sicht des Clearing-Mitglieds werden die gesperrten Geschäfte eines Kunden als noch nicht abgewickelt betrachtet.

  • Abwicklungsbank

    Eine durch die Eurex Clearing AG anerkannte Geschäftsbank zur Abwicklung von Geld zu Sicherheits-Zwecken. Die Liste der zugelassenen Abwicklungsbanken kann unter Sicherheitenmanagement > Geldsicherheiten gefunden werden.

  • Abwicklungsinstitut (settlement institution)

    Abwicklungsinstitute führen die Wertpapierabwicklung über Konten bei CBF durch. Sie sind für die Abwicklung zwischen Eurex Clearing AG und dem Clearing-Mitglied verantwortlich. Dennoch verbleibt die Verantwortung für die Erfüllung der Geschäfte gegenüber der Eurex Clearing AG durch eine ordentliche Abwicklung beim Clearing-Mitglied.

  • Abwicklungskonto (settlement account)

    Konto eines Abwicklungsteilnehmers beim Zentralverwahrer.

  • Abwicklungstag (settlement day)

    Der Abwicklungstag ist die Valuta, die am Handelstag vereinbart wurde. Im Allgemeinen ist der vereinbarte Abwicklungstag für Aktien zwei Bankarbeitstage nach dem Handelstag (t+2 im deutschen Markt).

  • Abzinsung (discounting)

    Berechnung des Gegenwartswerts (Barwert) eines oder mehrerer zukünftiger Zahlungsströme.

  • Access Point (access point)

    Von der Börse kontrollierter und verwalteter Zugangspunkt zum Eurex-Netzwerk, mit dem die Frontend-Installationen verbunden sind. Jeder Access Point versorgt ein Finanzzentrum (zum Beispiel London, Chicago, Frankfurt), an dem sich Teilnehmerstandorte konzentrieren. Die zentralen Funktionen eines Access Point sind das Routing von Transaktionen (Request/Response) zwischen Backend und den verbundenen Teilnehmerinstallationen, die Vervielfältigung und Verteilung öffentlicher Systemnachrichten (Public Broadcasts), die Gewährleistung der Ausfallsicherheit und der Schutz des Backend vor direktem Teilnehmerzugriff. Access Points bestehen aus zwei physischen Installationen an verschiedenen Orten, um die Ausfalltoleranz im Katastrophenfall zu erhöhen. Die beiden Teilinstallationen sind miteinander verbunden und dienen gegenseitig als Backup. Im Allgemeinen bestehen die beiden Hälften eines Access Point jeweils aus einem Communication Server und zwei Routern, die den Access Point mit dem Handels-Backend und den angeschlossenen Teilnehmerinstallationen verbinden.

  • Additional Margin (Additional Margin)

    Die Additional Margin dient zur Abdeckung möglicher zusätzlich anfallender Glattstellungskosten. Diese potenziellen Glattstellungskosten könnten dann entstehen, wenn, ausgehend vom aktuellen Marktwert eines Portfolios, innerhalb von 24-Stunden die angenommene ungünstigste Preisentwicklung (Worst-case Loss) eintreten würde. Die Additional Margin wird bei Options- (auch Optionen auf Futures) und Non-Spread-Futures-Positionen, Anleihen- und Aktiengeschäften angewendet. Bei Anleihen- und Aktiengeschäften wird Additional Margin lediglich für die Wertpapier-, nicht aber für die dazugehörigen Geldpositionen erhoben.

  • Aktienderivate (equity derivatives)

    An der Eurex gehandelte Futures und Optionen, die auf einzelnen Aktien verschiedener Märkte weltweit basieren.

  • Aktienindexderivate (equity index products)

    An der Eurex gehandelte Futures und Optionen auf ausgewählte Aktienindizes.

  • Aktualisierte Geschäftsbestätigungen (update trade confirmations)

    Nach einer weiteren (Teil-)Ausführung einer Wertpapierorder wird eine Geschäftsbestätigung generiert, die alle kumulierten Stückzahlen und den stückzahlgewichteten Durchschnittspreis aller Teilausführungen des aktuellen Handelstags sowie Preis und Stückzahl der letzten Ausführung enthält.

  • Alpha (Alpha)

    Koeffizient, der die risikobereinigte Performance unter Berücksichtigung des individuellen Wertpapierrisikos anstelle des Gesamtmarktrisikos misst. Ein hoher Alpha-Wert bedeutet, dass sich die Aktie besser entwickelt hat, als es aufgrund des Betas (Volatilität) vorhergesagt worden wäre.

  • Amerikanische Option (American-style option)

    Eine Option, die jederzeit vor dem Verfall ausgeübt werden kann.

  • Anleihe (bond)

    Ein Instrument zur Aufnahme von Fremdkapital auf dem Kapitalmarkt, bei dem die Forderungen der Gläubiger in Form von Wertpapieren verbrieft werden.

  • Application Programming Interface (Application Programming Interface)

    Programmierbare Anwendungsschnittstelle – eine API ist das von einem Betriebssystem oder einem anderen Anwenderprogramm vorgegebene Verfahren, durch das ein Anwendungsprogramm Abfragen an das Betriebssystem oder eine andere Anwendung stellen (und Meldungen von denselben erhalten) kann. Für Eurex ist VALUES API die unterstützte Schnittstelle.

  • Arbitrage (arbitrage)

    Eine Handelsstrategie, die Preisdifferenzen zweier oder mehrerer Instrumente, deren Preisniveau zueinander nicht kongruent ist, ausnutzt. Obwohl Arbitrage in ihrer Reinform risikolos ist, werden häufig risikoarme Strategien ebenfalls als Arbitrage bezeichnet.

  • at-the-money-Option, "am Geld" (at-the-money option)

    Eine Option, deren Ausübungspreis dem Preis des Basiswerts entspricht.

  • Aufrechnungsblock (offsetting block)

    Im Rahmen des Settlement-Netting wird aus Kauf- und Verkaufsgeschäften in Kassawertpapieren mit gleichen Nominalbeträgen (oder gleicher Stückzahl im Fall von Aktien) der Aufrechnungsblock gebildet. Die aus dem Aufrechnungsblock resultierende Obligation in bar (die den Preisdifferenzen zwischen Kauf- und Verkaufsseite entspricht) wird durch eine Geldtransaktion über die Deutsche Bundesbank reguliert.

  • Ausfallfonds (Default fund)

    Im Fall des Verzugs eines Teilnehmers dient der Ausfallfonds als Absicherung gegen ungewöhnliche Preisbewegungen, die nicht durch die Margin-Berechnung abgedeckt sind. Jedes Clearing-Mitglied muss einen Beitrag zum Ausfallfond leisten. Die Beiträge zu dem Ausfallfond, können in Geldsicherheiten und/oder Wertpapiersicherheiten geleistet werden. Der Ausfallfond wird bis zu einem bestimmten Prozentsatz eingesetzt, um das Kontrahentenrisiko, das nicht durch die hinterlegten Sicherheiten abgedeckt ist, abzusichern. Der Ausfallfond gewährleistet die Absicherung der Clearing-Mitglieder gegen negative Auswirkungen bei Ausfall eines Clearing-Mitglieds.

  • Ausführungsbestätigung (execution confirmation)

    Eine Ausführungsbestätigung wird nach Ausführung einer Order erzeugt. Im Gegensatz zu einer Geschäftsbestätigung beinhaltet eine Ausführungsbestätigung nur die grundlegenden Geschäftsdetails.

  • Ausgeübte Option (exercised option)

    Long Position in einer Optionsserie, die der Positionsinhaber ausgeübt hat.

  • Ausschluss (exclusion)

    Dauerhafte Aufhebung der Handelszulassung für einen Börsenteilnehmer oder einen Börsenhändler.

  • Ausübung (exercise)

    Die Erklärung eines Optionsinhabers, dass er den Basiswert zu den im Optionskontrakt bestimmten Bedingungen kaufen (Call) bzw. verkaufen (Put) möchte.

  • Ausübungspreis (exercise price)

    Preis, zu dem der Basiswert bei Ausübung einer Option bezogen oder geliefert wird (auch als Basispreis bezeichnet).

  • Automatische Kopplung (automatic linking)

    Ein Xetra®-Handelsteilnehmer kann die automatische Kopplung von Kauf- und Verkaufsgeschäften durch das Kennzeichnen der entsprechenden Wertpapiergeschäfte veranlassen. Eine manuelle oder automatische Kopplung ist nur für Geschäfte, die auf Xetra® ausgeführt wurden und nicht für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnet sind, verfügbar.

  • Back Month (back month)

    Alle möglichen Fälligkeitsmonate von Futures-Kontrakten außer denen der nächst fälligen Kontrakte (Spot Month oder Front Month).

  • Back Month Spread Margin (Back Month Spread Margin)

    Der Margin-Satz, der vor Beginn des Liefermonats für alle Futures Spread-Positionen und im Liefermonat für die Spread-Positionen verwendet wird, in denen der Front-Kontrakt nicht enthalten ist. Dieser Margin-Satz ist stets kleiner oder gleich dem Spot Month Spread Margin-Satz.

  • Backend (back-end)

    Das zentrale Host-System der Eurex wird als Backend bezeichnet.

  • Backend-spezifische Untersysteme (back-end specific subsystems)

    Backend-spezifische Untersysteme (BESS) sind Softwarekomponenten des allgemeinen Frontend der Deutsche Börse AG, die das Frontend-System jedes Teilnehmers für den Zugriff auf das börsenspezifische Backend benötigt. Eurex-BESS sind zum Beispiel für den Zugriff auf den Eurex-Host konfiguriert.

  • Barausgleich (cash settlement)

    Die Schlussabrechnung eines Kontrakts durch die Zahlung oder den Erhalt eines Geldbetrages anstatt einer physischen Lieferung des Basiswerts. Bei Finanzterminkontrakten (zum Beispiel Dreimonats-EURIBOR-Futures) wird die Höhe des Barausgleichs auf Basis des Schlussabrechnungspreises ermittelt.

  • Barwert (present value)

    Der aktuelle Wert eines zukünftigen Zahlungsstroms. Der Barwert eines Wertpapiers wird durch die abgezinsten Rückzahlungsansprüche bestimmt.

  • Basis (basis)

    Die Differenz zwischen dem Futures-Preis und dem Preis des Basiswerts, definiert als Kassakurs – Futures-Preis. Bei Fixed Income Futures ist der Futures-Preis mit dem Konvertierungsfaktor zu multiplizieren.

  • Basishandel (basis trade)

    Eine Position, die sich auf die Differenz zwischen Kassa- und Futures-Preis eines Instrumentes („Basis”) bezieht. Besondere Eingabeform für Off-Book-Geschäfte – siehe Eurex Trade Entry Services.

  • Basispunktwert (basis point value)

    Die Änderung des Werts einer Anlage oder eines Portfolios bei einer Renditeänderung von 0,01 Prozent.

  • Basiswert (underlying)

    Das Finanzinstrument oder das Wertpapier, auf dem ein Derivate-Kontrakt basiert. Die Basiswerte der Eurex-Kontrakte sind Aktien, Aktienindizes, börsengehandelte Fonds, Geldmarktzinssätze oder synthetische festverzinsliche Wertpapiere.

  • Bear Spread (Bear Spread)

    Ein Bear Spread beinhaltet den Kauf einer Option mit hohem Ausübungspreis und den gleichzeitigen Verkauf einer Option mit niedrigerem Ausübungspreis für eine identische Anzahl von Optionskontrakten des gleichen Verfallmonats. Dies gilt sowohl für Put Spreads als auch für Call Spreads. Der Käufer eines Bear Spreads erwartet bis zum Verfalltag begrenzt fallende Preise (bis zur Höhe des Ausübungspreises der verkauften Option).

  • Beta (Beta)

    Koeffizient, der die Sensitivität einer Aktie (oder eines Portfolios) im Verhältnis zu Kursbewegungen des Gesamtmarkts misst.

  • Bewertung der Sicherheiten (valuation of collateral)

    Die Bewertung der Sicherheiten umfasst folgende Schritte: Bewertung der hinterlegten Sicherheiten zu Marktpreisen; Anwendung von Haircuts, um den Wert der Sicherheiten zu bestimmen; Vergleich des Werts der hinterlegten Sicherheiten und der Marginanforderungen, der entweder eine Nachschusspflicht oder eine Margin-Gutschrift ergibt.

  • Binomialmodell (binomial model)

    Optionspreismodell, das mit Hilfe eines binomischen Baums (einer Aufreihung von Zeitperioden mit jeweils nur zwei in Frage kommenden Kursbewegungen) mögliche Ergebnisse evaluiert und einen Optionspreis ermittelt. Dieses Modell eignet sich am besten für amerikanische Optionen. Es wird auch als Cox/Ross/Rubinstein-Modell bezeichnet.

  • Black/Scholes-Modell (Black-Scholes model)

    Optionspreismodell, das am besten für europäische Optionen geeignet ist und Dividendenzahlungen während der Laufzeit der Option ausschließt. Das Modell wurde 1973 von Fischer Black und Myron Scholes entwickelt.

  • Block Trade (Block Trade)

    Für bestimmte Derivate bietet Eurex die Möglichkeit, Off-Book-Geschäfte direkt in das Eurex-System einzugeben. Block Trades bedingen Mindeststückzahlen, die von den Geschäftsführungen der Eurex-Börsen produktabhängig festgelegt werden. Siehe Eurex Trade Entry Services.

  • Bond Trade (bond trade)

    Bond Trades im Eurex®-System können durch Anleihegeschäfte im Kassamarkt und durch Repo-Geschäfte entstehen.

  • Bonusdividende (bonus dividend)

    Sonderausschüttung eines Unternehmens, bei der es sich um eine einmalige Sondervergütung handelt, die im Falle von außerordentlich guten Geschäftsjahren oder bei außergewöhnlichen Gewinnen an die Aktionäre zusätzlich zur regulären Dividende gezahlt wird. Für schwebende Geschäfte werden diese Bonuszahlungen von der Clearstream Banking AG ähnlich wie Dividendenzahlungen verarbeitet und über das Abwicklungskonto des Clearing-Mitglieds ausgeglichen. Eine Bonusdividende kann auch zu einer Anpassung der Optionsserien führen.

  • Börsenhändler (exchange trader)

    Person, die berechtigt ist, Futures- und Optionsgeschäfte an der Eurex im Namen eines Börsenteilnehmers einzugehen.

  • Börsenrat (exchange council)

    Organ der Eurex Deutschland, das wichtige Rahmenbedingungen wie die Börsenordnung verabschiedet, und für die Ernennung von Mitgliedern der Geschäftsführung in Absprache mit der hessischen Börsenaufsicht verantwortlich ist.

  • Börsenteilnehmer (exchangepParticipant)

    Unternehmen, das Futures- und Optionsgeschäfte auf eigene Rechnung (Eigenhandelsgeschäfte) oder im eigenen Namen, aber auf fremde Rechnung auf gewerblicher Basis (Kundengeschäfte) abschließt und für den Handel an der Eurex zugelassen worden ist. Obwohl Eurex-Börsenteilnehmer in der Praxis häufig „Mitglieder” genannt werden, ist die richtige Bezeichnung „Teilnehmer”, da der Erwerb einer Mitgliedschaft für die Zulassung zum Handel nicht erforderlich ist.

  • Brief (ask)

    Angebotspreis im Orderbuch, zu dem ein Anleger ein Finanzinstrument kaufen kann.

  • Broker (broker)

    Börsenteilnehmer, der Aufträge auf fremde Rechnung (für Anleger) ausführt.

  • Brutto-Lieferinstruktion (gross delivery instruction)

    Im Rahmen des Clearing von Kassageschäften wird eine Brutto-Lieferinstruktion erzeugt, wenn das jeweilige Kassageschäft mit einem Brutto-Verarbeitungskennzeichen im Brutto-Liefermanagement markiert sind. Die Lieferinstruktion wird durch Eurex Clearing AG an den Zentralverwahrer übertragen.

  • Brutto-Liefermanagement (gross delivery management)

    Durch das Brutto-Liefermanagement können Teilnehmer den Lieferstatus aller Kassageschäfte verfolgen, Geschäfte (anteilig) zur Lieferung freigeben oder sperren sowie besondere und individuelle Abwicklungsinstruktionen erteilen.

  • Brutto-Margining (gross margining)

    Die Anwendung von Brutto-Margining bedeutet, dass die aus Kassageschäften entstandenen Brutto-Risikopositionen als Berechnungsgrundlage für die Current Liquidating Margin und die Additional Margin angenommen werden.

  • Brutto-Obligation (gross obligation)

    Die Verpflichtung, die aus fälligen oder verspäteten, für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichneten Kassageschäften entsteht.

  • Brutto-Risikoposition (gross risk position)

    Brutto-Risikopositionen entstehen aus Kassageschäften, die vom Teilnehmer für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnet wurden. Demzufolge werden die Short- und Long-Seiten getrennt kumuliert. Das Ergebnis ist eine Brutto-Short-Risikoposition und eine Brutto-Long-Risikoposition.

  • Brutto-Stücke-Risikoposition (security gross risk position)

    Das Finanzinstrument oder das Wertpapier, auf dem ein Derivate-Kontrakt basiert. Die Basiswerte der Eurex-Kontrakte sind Aktien, Aktienindizes, börsengehandelte Fonds, Geldmarktzinssätze oder synthetische festverzinsliche Wertpapiere.

  • Brutto-Verarbeitung (gross processing)

    Brutto-Verarbeitung ist die individuelle Verarbeitung von Kassageschäften. Aus diesem Grund ist vertragliche Aufrechnung/Settlement-Netting nicht anwendbar. Geschäfte, die der Bruttoverarbeitung unterliegen, müssen getrennt besichert werden. Zusätzlich werden auch gesonderte Brutto-Lieferinstruktionen für derartige Geschäfte erzeugt (siehe hierzu auch Brutto-Liefermanagement).

  • Buchungslauf (settlement cycle)

    Der Buchungslauf für Kassawertpapiere beim Zentralverwahrer (CBF in Deutschland) für den Abrechnungstag S umfasst die folgenden Buchungsläufe (alle Zeitangaben sind ungefähr, MEZ): STD Standard-Buchungslauf: 07:00 bis 21:00 am Tag S-1) SDS1 Aktueller Buchungslauf 1: 10:00 bis 10:40 am Tag S SDS2 Aktueller Buchungslauf 2: 12:45 bis 13:15 am Tag S.

  • Bull Spread (Bull Spread)

    Ein Bull Spread beinhaltet den Kauf einer Option mit niedrigem Ausübungspreis und den gleichzeitigen Verkauf einer Option mit höherem Ausübungspreis für eine identische Anzahl von Optionskontrakten des gleichen Verfallmonats. Dies gilt sowohl für Put Spreads als auch für Call Spreads. Der Käufer eines Bull Spreads erwartet bis zum Verfalltag einen begrenzten Preisanstieg (bis zur Höhe des Ausübungspreises der verkauften Option).

  • Call-Option (Call option)

    Das Recht, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis an oder bis zu einem bestimmten Termin zu erwerben. Im Fall von Optionen auf Eurex Fixed Income Futures gibt der Kontrakt dem Käufer das Recht, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eine Long Position im zugrunde liegenden Futures-Kontrakt zu einem festgelegten Preis einzugehen. Im Fall von bar abgewickelten Optionen an der Eurex beinhaltet eine Kaufoption das Recht, einen Barausgleich zu erhalten, wenn der Schlussabrechnungspreis höher ist als der Ausübungspreis der Option.

  • CASCADE (CASCADE)

    System der Clearstream Banking AG für Clearing und Abwicklung von Wertpapieren.

  • Cash-and-carry-Arbitrage (cash-and-carry arbitrage)

    Der Aufbau einer risikofreien (marktneutralen) Position zur Ausnutzung von Fehlbewertungen im Kassa- und/oder Terminmarkt durch den gleichzeitigen Kauf des Basiswerts und dem Verkauf des entsprechenden Futures-Kontrakts. Die Gegenposition wird als Reverse cash-and-carry-Arbitrage bezeichnet.

  • cheapest-to-deliver (cheapest-to-deliver)

    Die Anleihe aus dem Korb der lieferbaren Anleihen, deren Lieferung aus der Sicht des Verkäufers eines Futures-Kontrakts mit den geringsten Kosten verbunden ist.

  • Clean Price (clean price)

    Der aktuelle Barwert einer Anleihe abzüglich der aufgelaufenen Stückzinsen. In der Regel werden Anleihekurse als Clean Prices quotiert.

  • Clearing (Clearing)

    Die Aufrechnung und Abwicklung von Handelsgeschäften. In Bezug auf das Clearing von Futures und Optionen beschreibt dieser Begriff Pflichten wie den täglichen Ausgleich von Gewinnen und Verlusten (Variation Margin), die tägliche Berechnung des Sicherheitenbedarfs (Additional Margin) sowie die Schlussabrechnung bei Fälligkeit beziehungsweise Verfall.

  • Clearing-Mitglied (Clearing Member)

    Ein Clearing-Mitglied ist berechtigt, das Clearing von Wertpapieren, Futures- und Optionsgeschäften durchzuführen. Außerdem sind Clearing-Mitglieder für die fristgerechte Erfüllung aller aus Wertpapiergeschäften entstehenden Zahlungs- und Lieferungsverpflichtungen verantwortlich. Eurex Clearing AG unterscheidet verschiedene Arten von Clearing-Mitgliedschaften: GCM (General Clearing-Mitglied) und DCM (Direct Clearing-Mitglied). Im Gegensatz zu GCM dürfen DCM nur Eigenhandelsgeschäfte, Kundengeschäfte und Geschäfte konzernverbundener Unternehmen abwickeln.

  • Clearingwährung

    Die Währung, in der die Gesamt-Sicherheitenanforderung berechnet wird.

  • Clearstream Banking AG, Frankfurt (Clearstream Banking AG, Frankfurt)

    Internationaler Zentralverwahrer, mit dem die Eurex Clearing AG für die Sicherheitenverwaltung und Abwicklung von Lieferungen direkt verbunden ist. Die Clearstream Banking AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG

  • CONF-Futures (CONF Futures)

    CONF-Futures basieren auf fiktiven langfristigen Schuldverschreibungen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, deren Restlaufzeit des Basiswerts zwischen acht und 13 Jahren liegt und deren fiktiver Coupon sechs Prozent beträgt. CONF-Futures haben einen Kontraktwert von CHF 100.000 und eine minimale Preisveränderung von 0,01 Prozent; das entspricht einem Wert von CHF 10.

  • Conversion-Strategie (conversion)

    Conversion- und Reversal-Strategien (wie im Eurex®-System definiert) erzeugen synthetische Positionen im Basiswert, gegensätzlich zu den Positionen im zugrunde liegenden Kassa- oder Terminmarkt. Der Käufer dieser Kombination kauft eine Kaufoption und verkauft eine Verkaufsoption der gleichen Serie mit dem gleichen Verfalltermin und Ausübungspreis (hierbei ist zu beachten, dass die marktüblichen Standards für Conversion- und Reversal-Strategien die zugrunde liegende Position einbeziehen, die die synthetische Long oder Short Position, entstanden durch die Optionskombination, neutralisiert.).

  • Coupon (coupon)

    1. Nominalverzinsung einer Anleihe. 2. Teil des Anleihezertifikats, mit dem das Recht auf Verzinsung verbrieft ist.

  • Covered Call (covered call)

    Eine Short Position einer Aktienoption, für die als hundertprozentige Sicherheit der zugrunde liegende Basiswert effektiv hinterlegt wurde. Diese Strategie wird zum Zweck der Performanceverbesserung aufgebaut. Die erhaltene Prämie dient als Absicherung gegen fallende Preise des Basiswerts bis zur Höhe dieser Prämie.

  • Cox/Ross/Rubinstein-Modell

    Siehe Binomialmodell

  • Cross Hedge (cross hedge)

    Strategie, bei der die Absicherungsposition die Wertentwicklung des abgesicherten Portfolios nicht exakt abbildet. Dies kann auf die Ganzzahligkeit der gehandelten Kontrakte beziehungsweise auf eine Inkongruenz zwischen den Wertpapieren und den gehandelten Futures und/oder Optionen zurückzuführen sein.

  • Cross Request (cross request)

    Die Ankündigung eines Cross-Geschäfts beziehungsweise eines Pre-arranged Trade in Futures oder Optionen vor Ausführung.

  • Cross-Geschäft (cross trade)

    Ein Cross Trade ist ein Geschäft, bei dem ein Teilnehmer gegen eine eigene Order im Eurex-Orderbuch handelt (ein Teilnehmer kauft und verkauft gleichzeitig denselben Kontrakt).

  • Current Liquidating Margin (Current Liquidating Margin)

    Die Current Liquidating Margin dient der Eurex Clearing AG zur Absicherung des Ausfallrisikos eines Teilnehmers, bei dem offene Wertpapier- und Geldpositionen zu aktuellen Marktpreisen glattgestellt werden müssten. Die Current Liquidating Margin wird wie die Premium Margin täglich angepasst.

  • DAX® (DAX®)

    Zusammengesetzt aus 30 deutschen Standardwerten (Blue Chips) unter Berücksichtigung ihres Börsenumsatzes und ihrer Marktkapitalisierung. Bei DAX® handelt es sich um einen Performance-Index, das heißt, bei der Berechnung wird von einer hypothetischen Reinvestition von Dividenden und anderen Ausschüttungen ausgegangen. Eurex bietet Futures, Optionen und DNTPs auf DAX® an.

  • Day Trader (Scalper)

    Siehe Tageshändler.

  • Deferred-Kontrakt (Deferred Contract)

    Ein Futures-Kontrakt, der nach dem nächst fälligen Kontrakt (Front Month) fällig wird.

  • Delta (Delta)

    Veränderung des Optionspreises bei einer Preisänderung des Basiswerts um eine Einheit.

  • Delta-Neutral Trading Products (DNTP) (Delta-Neutral Trading Products (DNTP))

    Kombination von Futures- und zugehörigen Optionskontrakten, deren Gesamtposition ein Delta von nahe null aufweist. Bei einem DNTP haben entweder beide Komponenten – Futures und Option – den gleichen Basiswert, oder der Futures ist Basiswert für die Option.

  • Deltaneutral (Delta-Neutral)

    Beschreibt ein Portfolio (oder eine Position) mit einem Delta von null, was bedeutet, dass das Portfolio auf kleine Preisänderungen des Basiswerts nicht reagieren würde.

  • Derivat (Derivative)

    Finanzinstrument, dessen Wert von einem zugrunde liegenden Basiswert abgeleitet ist. Daher der Ausdruck „Derivate”.

  • Designated Market Maker (Designated Market Maker)

    Ausgewählte Futures-Produkte sind Bestandteil des Designated Market-Making, um damit in der Anfangszeit nach Einführung eines neuen Futures-Produkts die Liquidität zu fördern. In der Regel verpflichten sich Designated Market Maker zur Quotierung für einen bestimmten Teil der gesamten Handelszeit.

  • Deutsche Bundesbank (Deutsche Bundesbank)

    Die deutsche Zentralbank. Eurex-Clearing-Mitglieder sind verpflichtet, ein Geldkonto bei der Deutschen Bundesbank und bei der Schweizerischen Nationalbank (bzw. bei einer Korrespondenzbank mit entsprechender Kontoverbindung) für die Abwicklung von Geldbeträgen, resultierend aus Transaktionen mit Derivaten, zu unterhalten.

  • Direct-Clearing-Mitglied (DCM) (Direct Clearing Member (DCM))

    Eurex-Teilnehmer, der die Kapitalanforderungen der Eurex Clearing AG erfüllt und auf Antrag eine Clearing-Lizenz für Eurex-Derivate erhalten hat. Ein DCM darf sowohl eigene Geschäfte, Kundengeschäfte als auch Geschäfte konzernverbundener Handelsteilnehmer ohne Clearing-Lizenz (Non-Clearing-Mitglieder) abwickeln.

  • Dirty Price (Dirty Price)

    Der aktuelle Barwert einer Anleihe einschließlich der aufgelaufenen Stückzinsen. In der Regel werden Anleihekurse als Clean Prices quotiert.

  • Dividende (Dividend)

    Ausgeschütteter Gewinn einer Aktiengesellschaft, der pro Aktie dieser Gesellschaft gezahlt wird (Dividende pro Aktie). Dividendenzahlungen für schwebende Geschäfte in Kassamarktinstrumenten werden von Clearstream Banking AG verarbeitet und auf dem Konto des Clearing-Mitglieds bei der Deutschen Bundesbank verbucht.

  • DJGT-Index (DJGT Index)

    Siehe Dow Jones Global Titans 50SM Index.

  • DNTP (DNTP)

    Siehe Delta-Neutral Trading Products.

  • Dow Jones Global Titans 50SM Index (Dow Jones Global Titans 50SM Index)

    Der Dow Jones Global Titans 50SM Index beinhaltet die nach Marktkapitalisierung 50 größten börsennotierten Unternehmen weltweit.

  • Duration (Duration)

    Kennzahl, die die durchschnittliche gewichtete Fälligkeit der künftigen Zahlungsströme einer Anleihe misst. Die Duration zeigt die Sensitivität einer Anleihe in Bezug auf Marktzinssatzänderungen an.

  • Dynamische Absicherung (Dynamic Hedging)

    Fortlaufender Anpassungsprozess eines Portfolios, um eine deltaneutrale Position aufrechtzuerhalten.

  • EEX (EEX)

    Siehe European Energy Exchange.

  • Eigenhandelskonten (Principal Accounts)

    Ausschließlich Eigenhandelsgeschäfte eines Teilnehmers werden im Eigenhandelskonto verbucht. Eigenhandelskonten werden auf Bruttobasis geführt. Dies bedeutet, dass sowohl Long- als auch Short-Positionen in der gleichen Optionsserie oder im gleichen Futures-Kontrakt bestehen.

  • Eigenhändler (Proprietary Trader)

    Händler, der Geschäfte auf Eigenhandelsbasis für sein eigenes Konto tätigt (oder für das Unternehmen, für das der Händler arbeitet).

  • EONIA (EONIA)

    European Overnight Index Average – ein Referenzzinssatz, ermittelt von der Europäischen Zentralbank als gewichteter Durchschnitt aus Overnight-Sätzen im Interbankengeschäft, die von einem Ausschuss von meldender Banken der Eurozone quotiert werden. Der EONIA-Satz ist ein Referenzzinssatz im Euro-Geldmarkt. Eurex bietet Futures basierend auf dem monatlichen Durchschnitt von veröffentlichten EONIA-Sätzen an.

  • Eröffnen einer Position (Opening of a Position)

    Kauf oder Verkauf eines Futures- oder Optionskontrakts, durch den eine neue Position eingegangen wird.

  • Erweiterte Inside Market-Informationen (Extended Inside Market)

    Inside Market-Informationen, die die zehn besten Brief-/Geldpreise (einschließlich Market Orders) mit kumulierten Ordervolumina beinhalten.

  • Eurex (Eurex)

    Eurex ist eine der weltweit führenden Terminbörsen. Eurex ging 1998 aus dem Zusammenschluss von DTB (Deutsche Terminbörse) und der Schweizer Terminbörse SOFFEX (Swiss Options and Financial Futures Exchange) hervor. Beide Börsen hatten in ihren Märkten zuvor bereits Pionierarbeit bei der Entwicklung des elektronischen Derivatehandels geleistet. Eurex ist eine Aktiengesellschaft und im vollständigen Besitz der Deutsche Börse AG. Neben dem Betreiben der elektronischen Handelsplattform bietet Eurex ein automatisiertes und integriertes Clearinghaus für Produkte und Teilnehmer - ein zentralisiertes, grenzüberschreitendes Risikomanagement-System. Durch ihre Struktur bietet die Eurex Teilnehmern eine hochwertige, kostengünstige und umfassende Dienstleistungspalette. Das gesamte Spektrum vom Handel bis zur endgültigen Abrechnung wird durch ein einziges elektronisches System abgedeckt. Synergieeffekte werden für alle teilnehmenden Börsen durch den Betrieb und die Wartung nur einer Handels- und Clearing-Plattform erzielt.

  • Eurex Bonds (Eurex Bonds)

    Die Eurex Bonds GmbH wurde im Oktober 2000 als gemeinsame Initiative der Eurex Frankfurt AG und führender Finanzinstitutionen gegründet. Das Unternehmen ist ein privatrechtliches Joint Venture mit dem Ziel des Aufbaus und Betriebes einer elektronischen Plattform für den Anleihe- und Basishandel. Eurex Clearing AG tritt als zentraler Kontrahent für Eurex Bonds ein.

  • Eurex Clearing AG (Eurex Clearing AG)

    Eurex betreibt ihr eigenes Clearinghaus – die Eurex Clearing AG. Eurex Clearing AG bedient neben dem exklusiven Clearing für den Terminmarkt der Eurex den Kassamarkt für Anleihen (Eurex Bonds) und den Markt für Wertpapierpensionsgeschäfte (Eurex Repo). Daneben übernimmt die Eurex Clearing AG das Clearing für an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelte Aktien. Dabei übernimmt sie die Funktion eines zentralen Kontrahenten für eine große Anzahl von Wertpapieren. Das Clearinghaus fungiert als zentraler Kontrahent für jedes Geschäft in den unterstützten Produkten und Wertpapieren und garantiert die Lieferung. Eurex Clearing AG ist eine hundertprozentige Tochter der Eurex Frankfurt AG.

  • Eurex Deutschland (Eurex Deutschland)

    Eurex Deutschland ist die von Eurex in Deutschland betriebene öffentlich-rechtliche Börse.

  • Eurex Frankfurt AG (Eurex Frankfurt AG)

    Eurex Frankfurt AG ist die Trägergesellschaft der Eurex Deutschland. Eurex Frankfurt AG stellt die Mitarbeiter, die Einrichtungen und Gebäude für den Geschäftsbetrieb der Eurex Deutschland zur Verfügung. Eurex Frankfurt AG ist eine hundertprozentige Tochter der Eurex Zürich AG.

  • Eurex Repo (Eurex Repo)

    Der Eurex-Euro-Repo-Markt wurde im Juli 2001 gegründet. Die elektronische Plattform bietet General Collateral-(GC) und Special Repo-Handel mit der Eurex Clearing AG als zentralem Kontrahenten an.

  • Eurex Trade Entry Services (Eurex Trade Entry Services)

    Im Kontext der Eurex-Transaktionen in Eurex-Produkten, bei denen der Preis außerhalb der Börse ausgehandelt wurde und die Transaktion nachträglich in das Eurex-System eingegeben wurde. Eurex Exchange unterstützt verschiedene Trade Entry Services für Off-Book-Geschäfte: Block Trades, Vola Trades, Exchange for Physicals (EFP/EFPI Trades), Exchange for Swaps Trades (EFS Trades), Flexible Contracts und die Multilateral Trade Registration.

  • Eurex Zürich (Eurex Zürich)

    Eurex Zürich ist die von Eurex in der Schweiz betriebene Börse.

  • Eurex-Marktüberwachung (Eurex Market Supervision)

    Abteilung der Börse, die alle Handelsaktivitäten im Eurex®-System überwacht.

  • EURIBOR (EURIBOR)

    European Interbank Offered Rate (EURIBOR) ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem eine Gruppe von 57 Banken bereit ist, für einen bestimmten Zeitraum Kapital untereinander auszuleihen. Der EURIBOR wird häufig als Referenzzinzsatz sowohl für EUR-Zahlungsströme als auch für Derivate verwendet.

  • Euro-Bobl-Futures (Euro-Bobl Futures)

    Euro-Bobl-Futures basieren auf fiktiven mittelfristigen Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, deren Restlaufzeit des Basiswerts zwischen 4,5 und 5,5 Jahren liegt und deren Coupon sechs Prozent beträgt. Euro-Bobl-Futures haben einen Kontraktwert von EUR 100.000, die minimale Preisveränderung ist 0,01; dies entspricht einem Wert von EUR 10.

  • Euro-Bund-Futures (Euro-Bund Futures)

    Euro-Bund-Futures basieren auf fiktiven langfristigen Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, deren Restlaufzeit des Basiswerts zwischen 8,5 und 10,5 Jahren liegt und deren Coupon sechs Prozent beträgt. Euro-Bund-Futures haben einen Kontraktwert von EUR 100.000, die minimale Preisveränderung ist 0,01; dies entspricht einem Wert von EUR 10.

  • Euro-Buxl®-Futures (Euro-Buxl® Futures)

    Euro-Buxl®-Futures basieren auf fiktiven langfristigen Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, deren Restlaufzeit zwischen 24 und 35 Jahren liegt und deren Coupon vier Prozent beträgt. Euro-Buxl®-Futures haben einen Kontraktwert von EUR 100.000, die minimale Preisveränderung ist 0,01; dies entspricht einem Wert von EUR 10.

  • Euro-Schatz-Futures (Euro-Schatz Futures)

    Euro-Schatz-Futures basieren auf fiktiven kurzfristigen Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, deren Restlaufzeit zwischen 1,75 und 2,25 Jahren liegt und deren Coupon sechs Prozent beträgt. Euro-Schatz-Futures haben einen Kontraktwert von EUR 100.000, die minimale Preisveränderung ist 0,005; dies entspricht einem Wert von EUR 5.

  • Europäische Option (European-style Option)

    Option, die nur am letzten Handelstag ausgeübt werden kann.

  • European Energy Exchange (European Energy Exchange)

    Die European Energy Exchange (EEX) ist Deutschlands Energiebörse mit Sitz in Leipzig. Eurex ist am Kapital der EEX beteiligt.

  • Exchange Traded Funds® (Exchange Traded Funds®)

    Börsengehandelte Fonds („Exchange-Traded Funds” oder „ETFs”) sind von Finanzinstituten herausgegebene Anteile, mit denen beispielsweise Benchmark-Indizes wie eine Aktie gehandelt werden können. Eurex war die erste europäische Börse, die Futures und Optionen auf Index-ETFs einführte.

  • Fail (Fail)

    Siehe verspätetes Geschäft.

  • Fälliges Geschäft (Due Trade)

    Ein fälliges Geschäft ist ein Wertpapiergeschäft, dessen Erfüllungstag identisch mit dem aktuellen Geschäftstag ist.

  • Fälligkeitsdatum (Maturity Date)

    Der Tag, an dem die im Kontrakt definierten Endverpflichtungen erfüllt werden müssen (Lieferung/Barausgleich).

  • Fälligkeitsdatum (Maturity Date)

    Einteilung lieferbarer Anleihen nach ihrer Restlaufzeit.

  • Fast Market (Fast Market)

    Eine fakultative Handelsphase, die von Eurex produktabhängig dann eingeführt wird, wenn entweder marktsensible Neuigkeiten erwartet werden oder bei starker Volatilität.

  • Fill-or-Kill (FOK) (Fill-or-Kill (FOK))

    Bei Ordereingabe vom Teilnehmer gewählte Orderbeschränkung. Fill-or-kill Orders werden entweder sofort und vollständig ausgeführt oder, wenn das nicht möglich ist, ohne Ausführung storniert.

  • Finanzterminkontrakt (Financial Futures)

    Standardisierter Vertrag zur Lieferung beziehungsweise Abnahme einer festgelegten Menge eines Finanzinstruments, zu einem vereinbarten Preis, an einem bestimmten Termin in der Zukunft.

  • Fixed Income-Produkte (Fixed Income Products)

    Futures und Optionen auf kurz-, mittel- und langfristige deutsche Staatsanleihen sowie Futures auf Schweizer Bundeswertpapiere. Die Euro-Bund- (FGBL), Euro-Bobl- (FGBM) und Euro-Schatz-Futures (FGBS) der Eurex sind die meist gehandelten Fixed Income Futures der Welt. Eurex bietet auch Optionen auf Euro-Bund-, Euro-Bobl- und Euro-Schatz-Futures an.

  • Fortlaufender Handel (continuous trading)

    Während des fortlaufenden Handels wird jede neu hereinkommende Order gegen das Order-/Quotebuch geprüft, um festzustellen, ob eine Ausführung möglich ist. Verbleibende Stückzahlen von nur teilweise ausgeführten Orders, die nicht vollständig ausgeführt werden können, werden in das Order-/Quotebuch übernommen, vorausgesetzt, es treffen keine Ausführungsbeschränkungen zu.

  • Fortlaufender Handel (Continuous Trading)

    Während des fortlaufenden Handels wird jede neu hereinkommende Order gegen das Order-/Quotebuch geprüft, um festzustellen, ob eine Ausführung möglich ist. Verbleibende Stückzahlen von nur teilweise ausgeführten Orders, die nicht vollständig ausgeführt werden können, werden in das Order-/Quotebuch übernommen, vorausgesetzt, es treffen keine Ausführungsbeschränkungen zu.

  • Forward-forward-Geschäft (Forward-Forward Transaction)

    Ein befristetes Geschäft (wie Geldaufnahme oder Kreditvergabe), das an einem vereinbarten zukünftigem Zeitpunkt beginnt. Die Eurex-Einmonats- und Dreimonats-EURIBOR-Futures sind Forward-forward-Geschäfte.

  • Freigabe (Release)

    Markieren eines Kassageschäfts für die Weiterverarbeitung (im Rahmen des Settlement-Netting). Geschäfte werden freigegeben, wenn es keine Abwicklungsbeschränkungen auf Kundenebene gibt.

  • Freigabeverfahren (Release Method)

    Für Kassageschäfte existieren zwei unterschiedliche Freigabeverfahren: das Positivverfahren und das Negativverfahren. Das gewählte Freigabeverfahren setzt die Standardeinstellungen für die Verarbeitung der Geschäfte („freigegeben” oder „gesperrt”). Das gewählte Freigabeverfahren ist Teil der Stammdaten der Teilnehmer (siehe auch Brutto-Liefermanagement).

  • Front-Kontrakt (Front Contract)

    Der nächst fällige Kontrakt

  • Frontend (Front-End)

    Das Eurex-Frontend ist eine Computerinstallation beim Teilnehmer, die den Datenaustausch mit dem Eurex-Backend ermöglicht. Die Installation besteht in der Regel aus einem oder mehreren MISS-Servern mit einer Anzahl verbundener Workstations, auf denen die Börsenanwendungen @X-tract und @X-ceed und/oder andere Software installiert sind. Das Frontend ist deshalb in der Regel ein Client/Server-System mit einer teilnehmerspezifischen Konfiguration.

  • Futures Fixed Price (Futures Fixed Price)

    Der (vom Eurex®-System festgelegte) Preis der Futures-Komponente eines DNTP.

  • Futures Spread Margin (Futures Spread Margin)

    Diese Margin dient der Absicherung der Risiken, die mit einem Futures Spread innerhalb von 24 Stunden entstehen könnten. Sie wird dann verwendet, wenn sich in einem Konto mehrere Futures-Positionen befinden, deren Risiken sich zum Teil gegenseitig ausgleichen. Bei der Berechnung werden Long- und Short-Positionen miteinander verrechnet, wobei Kontrakte mit verschiedenen Fälligkeitsmonaten gegeneinander gestellt werden können (zum Beispiel Long Euro-Bund September gegen Short Euro-Bund Dezember). Deshalb ist die Futures Spread Margin eine Absicherung gegen die unvollkommene Preiskorrelation zweier Kontrakte (Long und Short) mit verschiedenen Fälligkeiten.

  • Gamma (Gamma)

    Veränderung des Deltas einer Option bei einer Preisänderung des Basiswerts um eine Einheit.

  • Gedeckte Kaufoption (Covered Call)

    Eine Short Position einer Aktienoption, für die als hundertprozentige Sicherheit der zugrunde liegende Basiswert effektiv hinterlegt wurde. Diese Strategie wird zum Zweck der Performanceverbesserung aufgebaut. Die erhaltene Prämie dient als Absicherung gegen fallende Preise des Basiswerts bis zur Höhe dieser Prämie.

  • Gekoppelte Geschäfte (Linked Trades)

    Ein gekoppeltes Geschäft wird für die Lieferung im Brutto-Liefermanagement nur freigegeben, wenn die Wertpapiere, die geliefert werden müssen, durch die Erfüllung eines anderen Geschäfts verfügbar sind.

  • Geld (bid)

    Nachfragepreis im Orderbuch, zu dem ein Anleger ein Finanzinstrument verkaufen kann.

  • Geld (Bid)

    Nachfragepreis im Orderbuch, zu dem ein Anleger ein Finanzinstrument verkaufen kann.

  • Geldmarktprodukte (Money Market Products)

    Einmonats-EONIA-Futures, Dreimonats-EURIBOR-Futures und Optionen auf Dreimonats-EURIBOR-Futures.

  • Geldposition (cash position)

    Eine Zahlungsverpflichtung einer Partei gegenüber einer anderen. Eine solche Position besteht im Allgemeinen in Verbindung mit einer Anleihe- oder Aktienposition.

  • General Clearing-Mitglied (GCM) (General Clearing Member (GCM))

    Eurex-Teilnehmer, der die Kapitalanforderungen der Eurex Clearing AG erfüllt und auf Antrag eine Clearing-Lizenz für Eurex-Derivate erhalten hat. Ein GCM darf sowohl eigene Geschäfte, Geschäfte seiner Kunden als auch Geschäfte von Marktteilnehmern ohne Clearing-Lizenz (Non-Clearing-Mitglieder) abwickeln.

  • Generic Access To Exchanges (GATE) (Generic Access To Exchanges (GATE))

    GATE ist eine gemeinsame Frontend-Architektur-Komponente für alle MISS-basierten Börsenanwendungen. GATE stellt Börsenanwendungen (zum Beispiel Eurex) allgemeine Ausführungs- und Betriebsdienste bereit.

  • Gesamt-Margin (Total Margin Amount)

    Summe aus Premium Margin, Current Liquidating Margin, Futures Spread Margin und Additional Margin, für die Sicherheiten hinterlegt werden müssen.

  • Geschäft (Trade)

    Ein Geschäft entsteht aus einer der folgenden Handlungen: Teilweise oder vollständige Ausführung einer Order oder eines Quote für einen Futures- oder Optionskontrakt Teilweise oder vollständige Ausführung einer Order oder eines Quote für ein Kassawertpapier (Xetra® oder Parketthandel) Aggregation auf Orderebene auf Xetra®

  • Geschäftsbestätigung (Trade Confirmations)

    Bei Ausführung einer Order wird eine Geschäftsbestätigung erstellt. Diese Geschäftsbestätigung beinhaltet unter anderem Einzelheiten wie den Ausführungspreis, die ausgeführte Gesamtmenge und die Geschäftsnummer.

  • Geschäftsführungen der Eurex-Börsen (Eurex Boards of Management)

    Die Organe, die die Organisation und Geschäftsaktivitäten der jeweiligen Eurex-Börse kontrollieren.

  • Geschäftsnachbearbeitung (Trade Modification)

    Nachbearbeitungen der Kassageschäfte sind über das Eurex®-System möglich und müssen, wo erforderlich, entsprechend im Brutto-Liefermanagement wiedergegeben werden. Teilnehmer können Nachbearbeitungen ihrer eigenen Geschäftsdaten vornehmen. Hierbei existieren verschiedene Arten der Nachbearbeitung: Veränderungen von Attributen wie das Textfeld oder die interne Ordernummer eines Börsenteilnehmers, Veränderungen der Kontoart von Eigenhandels- und Kundengeschäften oder Änderung des Abwicklungskontos.

  • Give-up (Give-Up)

    Ein Give-up dient zur Übertragung von Geschäften von einem Teilnehmer auf einen anderen; meist übernimmt ein Börsenteilnehmer die Orderausführung und ein anderer das Clearing.

  • Glattstellung (close-out)

    Eine offene Position wird durch den Abschluss eines dem Eröffnungsgeschäft genau entgegengesetzten Geschäftes glattgestellt. Das bedeutet, dass eine Long Position durch eine entgegengesetzte Short Position geschlossen werden kann und umgekehrt.

  • Glattstellungsgeschäft (closing transaction)

    Geschäft, das eine bestehende offene Position schließt (Glattstellung einer Position).

  • Gleitende Geldverrechnung (cash deferral)

    Für gesperrte Geschäfte in Wertpapieren des Kassamarkts, die über Eurex Clearing AG/Clearstream Banking AG verrechnet werden und sich im Aufrechnungsblock befinden, findet kein Barausgleich statt. Dieser erfolgt erst nach Freigabe der Geschäfte. Dadurch ist ein Differenzenkonto der Teilnehmer nicht erforderlich.

  • Good-till-Cancelled (GTC) (Good-till-Cancelled (GTC))

    Bei Ordereingabe vom Teilnehmer gewählte Orderbeschränkung. Eine GTC-Order bleibt bis zur Ausführung gültig, sofern sie nicht vorher von dem Teilnehmer storniert wird, der sie eingegeben hat. Sie ist bis Fälligkeit/Verfall des Kontrakts oder bis ein Jahr vom Tag der Ordereingabe gültig.

  • Good-till-Date (GTD) (Good-till-Date (GTD))

    Bei Ordereingabe vom Teilnehmer gewählte Orderbeschränkung. Eine GTD-Order bleibt entweder - sofern nicht ausgeführt - bis zu einem bestimmten Tag (maximal ein Jahr vom Tag der Ordereingabe) oder bis Fälligkeit/Verfall des Kontrakts gültig, beziehungsweise solange, bis sie von dem Teilnehmer storniert wird, der sie eingegeben hat.

  • Grafische Benutzeroberfläche (GUI) (Graphical User Interface)

    Grafische Benutzeroberfläche ist ein allgemeiner Begriff für eine grafische (statt einer rein textbasierten) Benutzeroberfläche eines Computers. Eurex unterstützt eine Handelsoberfläche (@X-ceed), eine Clearing-Oberfläche (@X-tract) und eine Benutzeroberfläche für Aktien-Clearing (@X-pert).

  • Greeks (Greeks)

    Risikokennzahlen für Optionen (Sensitivitäts-Maß), die durch griechische Buchstaben wie zum Beispiel Delta, Gamma oder Theta bezeichnet werden.

  • Haircut (Haircut)

    Ein Haircut ist ein Sicherheitsabschlag bei der Bewertung hinterlegter Wertpapiere oder Barmittel in Fremdwährung. Durch den Haircut werden die hinterlegten Sicherheiten nicht zu 100 Prozent (Nominalwert) berücksichtigt.

  • Haltekosten (cost-of-carry) (Cost-of-Carry)

    Die Differenz zwischen Finanzierungskosten und dem Ertrag aus der Geldposition (Nettofinanzierungskosten).

  • Handelsphase

    Dies ist der eigentliche Handelsabschnitt, in der Orders und Quotes für Futures- und Optionskontrakte zusammengeführt und Geschäfte sofort online bestätigt werden. Während dieser Phase werden Orders und Quotes, deren Limit besser oder gleich bestehender Orders und Quotes auf der anderen Seite des Orderbuches sind, sofort ausgeführt. Die Handelsphase beginnt nach dem Ende des Eröffnungsprozesses.

  • Handelsschlussnote (Trading Contract Note)

    Bestätigung eines zusammengeführten Kassageschäfts, die durch die Handelsplattform an den Teilnehmer übertragen wird. Sie wird auf der Ebene der (teilweisen) Orderausführung generiert.

  • Handelsteilnehmer (Trading Member (TM))

    Handelsteilnehmer sind Finanzinstitute, Finanzdienstleister und Banken, die mit Futures und Optionen und/oder mit CCP-Instrumenten auf Xetra® und/oder auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse handeln. Sie sind berechtigt, Eigenhandels- und Kundengeschäfte auszuführen.

  • Handelsüberwachungsstelle (Trading Surveillance Office)

    Börsenorgan der Eurex Deutschland, das den Futures- und Optionshandel überwacht.

  • Händler (Trader)

    Ein Händler ist eine natürliche Person, die zum Handel an der Börse zugelassen ist.

  • Hebelwirkung (Leverage Effect)

    Die Hebelwirkung ermöglicht den Teilnehmern an den Terminmärkten, mit einer geringen Summe eine im Verhältnis wesentlich größere Position des Basiswerts einzugehen. Die Hebelwirkung bedeutet, dass die prozentuale Veränderung des Gewinns und Verlusts von Optionen und Futures größer ist als die entsprechende Veränderung im Basiswert.

  • Hedge Ratio (Hedge Ratio)

    Das Verhältnis der Größe einer Position in einem Absicherungsinstrument zur Größe der abzusichernden Position.

  • Hedgefonds (Hedge Fund)

    Ein Fonds, der Strategien einsetzen darf, die für traditionelle Investmentfonds nicht zulässig sind, wie zum Beispiel Leerverkauf, Hebelpositionen, Programmhandel, Swaps, Arbitrage und der uneingeschränkte Einsatz von Derivaten. Wegen dieser nicht vorhandenen Beschränkungen waren Hedgefonds ursprünglich nur einem eingeschränkten Anlegerkreis zugänglich. Die aktuelle EU-Gesetzgebung (die auch in deutsches Recht umgesetzt wurde) ermöglicht einem breiteren Anlegerpublikum die Nutzung von Hedgefonds, die bestimmte Kriterien erfüllen. Der Begriff „Hedge” ist etwas Irre führend, da Hedgefonds im Allgemeinen keine Risikoabsicherung (=Hedge) bieten, sondern versuchen, absolute Gewinne unabhängig von allgemeinen Markttendenzen zu erzielen. Typische, von Hedgefonds eingesetzte Anlagestile und –konzepte sind Long- und Short-Positonen in Aktien, marktneutral, globale Makrostrategien, Anleihen-/Wandelanleihenarbitrage und Managed Futures.

  • Historische Volatilität (Historical Volatility)

    Siehe Volatilität

  • Horizontal Call Spread (Horizontal Call Spread)

    Der Käufer eines Horizontal Call Spread kauft Komponente 1, eine Call-Option, und verkauft Komponente 2, eine Call-Option mit demselben Basiswert und demselben Ausübungspreis, aber einem früheren Verfalldatum als Komponente 1.

  • Horizontal Put Spread (Horizontal Put Spread)

    Der Käufer eines Horizontal Put Spread kauft Komponente 1, eine Put-Option, und verkauft Komponente 2, eine Put-Option mit demselben Basiswert und demselben Ausübungspreis, aber einem früheren Verfalldatum als Komponente 1.

  • Horizontaler Spread (Horizontal Spread)

    Eine Optionskombination aus zwei Optionen derselben Art (Call/Put) mit demselben Ausübungspreis, aber unterschiedlichen Verfalldaten.

  • Immediate-or-Cancel (IOC) (Immediate-or-Cancel (IOC))

    Bei Ordereingabe vom Teilnehmer gewählte Orderbeschränkung. Eine IOC-Order wird sofort ausgeführt, entweder vollständig oder bis zum möglichen Umfang; nicht ausgeführte Teile einer IOC-Order werden storniert.

  • Implizite Volatilität (Implied Volatility)

    Siehe Volatilität.

  • Impliziter Refinanzierungssatz (Implied Repo Rate)

    Der implizite Refinanzierungssatz ist der im Verhältnis des Futures-Preises zum Kassakurs implizierte Finanzierungssatz.

  • In-the-money (Im Geld) (In-the-money Option)

    Eine Option ist in-the-money, wenn deren innerer Wert größer als null ist.

  • Initial Margin (Initial Margin)

    Die Initial (auch Additional Margin) dient zur Abdeckung möglicher zusätzlich anfallender Glattstellungskosten. Diese potenziellen Glattstellungskosten könnten dann entstehen, wenn, ausgehend vom aktuellen Marktwert eines Portfolios, innerhalb von 24-Stunden die angenommene ungünstigste Preisentwicklung (Worst-case Loss) eintreten würde. Die Initial Margin wird bei Options- (auch Optionen auf Futures) und Non-Spread-Futures-Positionen, Anleihen- und Aktiengeschäften angewendet. Bei Anleihen- und Aktiengeschäften wird Initial Margin lediglich für die Wertpapier-, nicht aber für die dazugehörigen Geldpositionen erhoben.

  • Innerer Wert (Intrinsic Value)

    Der innere Wert einer Option entspricht der Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis der Option. Der innere Wert ist immer größer oder gleich null.

  • Inside Market-Informationen (Inside Market)

    Die besten Brief- und Geldpreise im Orderbuch mit kumulierten Ordervolumina.

  • Instruktion (Instruction)

    Die Handhabung der Lieferung von Wertpapieren des Kassamarkts wird über genaue Abwicklungsinstruktionen gesteuert.

  • Inter-product Spread (Inter-product Spread)

    Im Eurex®-System unterstützte Futures-Kombination. Der Käufer eines IPS kauft die erste und verkauft die zweite Komponente in ähnlicher Weise wie beim Time Spread, aber die Komponenten beziehen sich auf verschiedene Finanzinstrumente.

  • Internationale Wertpapierkennnummer (International Securities Identification Number)

    Finanzinstrumente werden international durch den 12-stelligen ISIN-Code identifiziert. Er setzt sich zusammen aus dem jeweiligen Ländercode (bestehend aus zwei Buchstaben), der neunstelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer.

  • Intervall-Produkt (Interval Product)

    Das Produkt innerhalb einer bestimmten Margin-Klasse, dass vom Eurex Risk-based Margining-System für die Bestimmung der projizierten Basispreise für diese Margin-Klasse verwendet wird (Risk Array, theoretische Preise). Für jede Margin-Klasse gibt es nur ein Intervall-Produkt.

  • Ist-Lieferreport (Settled Delivery Report)

    Der Ist-Lieferreport beinhaltet die Kassageschäfte (nach Netting), die (vollständig oder teilweise) abgewickelt worden sind und die Einzelgeschäfte, für die Kunden entsprechend Wertpapiere erhalten haben. Auch interne Geschäfte zwischen Kunden derselben Bank sind in diesem Report enthalten. Der Ist-Lieferreport beinhaltet alle relevanten Informationen der CBF-Regulierungsliste.

  • Kapitalmaßnahmen (corporate actions)

    Kapitalmaßnahmen beziehen sich auf Geldzahlungen (Dividenden oder Bonus) oder die Verbuchung von Rechten (Bezugsrecht, Teilrecht, Aufspaltung, Fusion).

  • Kapitalveränderung (capital adjustment)

    Anpassungen von Optionsserien aufgrund von Änderungen im Wert des zugrunde liegenden Basiswerts, ausgelöst durch Änderungen des Gesellschaftskapitals, zum Beispiel durch einen Aktiensplit. Durch Anpassung von Ausübungspreisen und/oder Kontraktgrößen der Optionsserien in Verbindung mit einem Barausgleich etwaiger Restbeträge kann Eurex für bestehende Positionen in Optionen auf Basiswerte, die von einer Kapitalveränderung betroffen sind, wert-neutrale Anpassungen gewährleisten.

  • Kaufgeschäft (buy trade)

    Ausgeführte Order zum Kauf eines bestimmten Instrumentes (zum Beispiel Futures-Kontrakte, Wertpapiere).

  • Klassische Prämienverbuchung (Traditional-Style Premium Posting)

    Die klassische Methode der Margin-Berechnung der Optionsprämie. Die Prämie muss vollständig vom Käufer des Optionskontrakts bezahlt werden. Eurex Clearing AG verwendet diese Methode für alle Aktien- und Aktienindexoptionen. Im Gegensatz hierzu steht das „Future-style”-Marginverfahren.

  • Kombinationshandel (combination trading)

    Eurex bietet eine Vielzahl von Funktionen für den Kombinationshandel: Ein Time Spread im Futures-Handel ist der gleichzeitige Kauf und Verkauf von zwei Futures-Kontrakten mit dem gleichen Basiswert, aber unterschiedlichen Fälligkeiten. Der Käufer eines Time Spread kauft den Futures-Kontrakt mit der kürzeren Laufzeit und verkauft den Kontrakt mit der längeren Laufzeit.Der Eurex Strategy WizardSM für Optionen erlaubt den Marktteilnehmern, eine Strategie aus einer Bandbreite von 54 vordefinierten Strategiearten (wie zum Beispiel „Straddle”, „Butterfly”, „Condor” usw.) zusammenzustellen. Die erzeugten und veröffentlichen Strategien sind für den Gesamtmarkt sichtbar und können über öffentliche Strategie-Orderbücher gehandelt werden. Zusätzlich sind Block Trades für Strategien möglich.Außerdem unterstützt das Eurex®-System den Handel von Optionskombinationen (bestehend aus zwei verschiedenen Optionsgeschäften) auf die im regulären Orderbuch quotierten Preise.

  • Kompensationspartner (compensation partner)

    Findet die Verarbeitung von Kapitalmaßnahmen für Wertpapiere nach einem bereits verstrichenen Fälligkeitstermin statt, wird automatisch ein Kompensationspartner für jedes abgewickelte Geschäft bestimmt, um die jeweiligen Forderungen korrekt zuzuweisen. Außerdem ist es möglich, Kapitalmaßnahmen entsprechend eines Standardprozesses zu verarbeiten.

  • Kontoart (account type)

    Kontoart, in der ein Geschäft ausgeführt wird. Eurex unterstützt folgende Kontoarten für den Terminhandel: P1 und P2 = Eigenhandelskonten (Principal), M1 und M2 = Market Maker-Konten, A1 = Kundenkonto (Agent), G1 = Pre-designated Give-up (Give-up-Kennzeichen für Orders im A1-Konto), G2 = Designated Give-up (Give-up-Kennzeichen für Orders im A1-Konto). Die Eurex Clearing AG führt Margin-Berechnungen sowohl für die eigenen Positionen (P- und M-Konten) eines Teilnehmers als auch für dessen Kundenpositionen (A1-Kundenkonto) durch. Netting oder andere Aufrechnungen zwischen Eigenhandels- und Kundenkonto-Positionen sind nicht zugelassen.

  • Kontrahent (counterparty)

    Die Gegenpartei eines Finanzgeschäftes. In der Regel ist der Kontrahent des Käufers eines Kontrakts der Verkäufer dieses Kontrakts. Im Falle der Eurex stellt die Eurex Clearing AG den Kontrahenten jeder Partei einer Transaktion dar. Hierdurch werden die Teilnehmer vom Kontrahentenrisiko befreit.

  • Kontrahentenfunktion der Eurex Clearing AG (counterparty function of Eurex Clearing AG)

    Die Eurex Clearing AG fungiert als Kontrahent für den Käufer und den Verkäufer jeder Transaktion und garantiert beiden Parteien der Transaktion die Erfüllung der offenen Kontrakte. Durch das Vorliegen von zwei separaten Verträgen mit dem zentralen Clearinghaus können die Parteien auf beiden Seiten der Transaktion ihre Entscheidungen unabhängig voneinander treffen und die jeweiligen Kontrahentenrisiken (Ausfall- und Zahlungsrisiko) auf eine einzelne Partei vereinen. Nur Clearing-Mitglieder können als Kontraktparteien der Eurex Clearing AG auftreten. Wird ein Kaufs- oder Verkaufsauftrag für ein Non-Clearing-Mitglied ausgeführt, so findet ein Rechtsgeschäft zwischen dem Non-Clearing-Mitglied und seinem General Clearing-Mitglied (GCM) oder Direct Clearing-Mitglied (DCM) statt sowie ein entsprechendes Geschäft zwischen Eurex Clearing AG und dem GCM oder DCM. Kunden unterhalten vertragliche Beziehungen ausschließlich zu dem entsprechenden Börsenteilnehmer, der ihre Orders bearbeitet und abwickelt.

  • Kontraktgröße (contract size)

    Die Menge des Basiswerts pro Kontrakt.

  • Konvertierungsfaktor (conversion factor)

    Der Faktor, der zum Ausgleich der unterschiedlichen Ausstattungsmerkmale der einem Futures-Kontrakt zugrunde liegenden fiktiven Anleihe und der lieferbaren Anleihe verwendet wird. Durch Multiplikation des Futures-Preises mit dem Konvertierungsfaktor erhält man den tatsächlichen Lieferpreis für eine ausgewählte lieferbare Anleihe zum Liefertag des entsprechenden Kontrakts. Alternativ kann der Konvertierungsfaktor als Mittel zur Preisberechnung einer lieferbaren Anleihe bei einer Marktrendite von sechs Prozent am Liefertag interpretiert werden.

  • Konvexität (convexity)

    Parameter zur Berücksichtigung der Nichtlinearität des Verhältnisses zwischen Preis und Rendite bei der Sensitivitätsanalyse festverzinslicher Wertpapiere.

  • Kopplung (Linking)

    Brutto-Liefermanagement bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, die Lieferung eines Verkaufsgeschäfts an die erfolgreiche Lieferung eines Kaufgeschäfts mit mindestens gleichem Nominalbetrag in Kassawertpapieren zu koppeln. Dies wird im Rahmen des Settlement-Netting berücksichtigt. Damit ist es gewährleistet, dass das Verkaufsgeschäft durch das Kaufgeschäft erfüllt wird.

  • Kunden-Positionskonto (agent account)

    Im Kunden-Positionskonto werden nur Geschäfte geführt, die im Auftrag eines Kunden des Teilnehmers in das Eurex®-System eingegeben wurden. Das Kunden-Positionskonto wird auf Bruttobasis geführt. Dies bedeutet, dass sowohl Kauf- als auch Verkaufspositionen (Long Position/Short Position) in der gleichen Optionsserie oder im gleichen Futures-Kontrakt bestehen können.

  • Kursdifferenzen (Price Differences)

    Da Orders auf dem Handelsparkett durch einen oder mehrere Broker ausgeführt werden können, ist es möglich, dass der Preis des Verkäufers eines Wertpapiers von dem Preis abweicht, den der Käufer zahlt. Die Kursdifferenzen und die entsprechenden Unterschiede der Abwicklungsbeträge, die zu einem Gewinn oder Verlust für den beteiligten Broker führen, bedingen eine Geld-Risikoposition, die beim Risikomanagement beachtet werden muss.

  • Laufzeit (lifetime)

    Der Zeitraum bis zur Fälligkeit/zum Verfall von Futures- und Optionskontrakten.

  • LEPO (LEPO)

    Siehe Low Exercise Price Option.

  • Letzter Handelstag (last trading day)

    Der letzte Tag, an dem ein Futures- oder Optionskontrakt gehandelt werden kann. Bei Eurex-Optionen ist das im Allgemeinen der letzte Tag, an dem Ausübungen möglich sind.

  • Lieferanzeige (delivery notice)

    Durch die Lieferanzeige erfüllt das Clearing-Mitglied mit Short-Positionen in Futures-Kontrakten auf Staatsanleihen seine Pflicht, Anleihen zur Lieferung durch den Zentralverwahrer zu bestimmen.

  • Lieferfreigabedatei (delivery release file)

    Datei, die im Rahmen des Brutto-Liefermanagements für die Abwicklung von Wertpapieren des Kassamarkts generiert wird. Diese Datei wird vom Teilnehmer gesendet und beinhaltet eine Aufstellung aller Geschäfte, die durch den Abwicklungsteilnehmer für die Lieferung freigegeben worden sind. Für die über Eurex Clearing AG abgewickelten Geschäfte werden diese Angaben an Eurex Clearing AG übermittelt. Für alle anderen Geschäfte findet die Verarbeitung bei dem Zentralverwahrer statt.

  • Lieferinstruktion (delivery instruction)

    Die Lieferinstruktion eines Wertpapiers, zum Beispiel „Lieferung gegen Zahlung” (=DvP) oder „Erhalt gegen Zahlung” (=RvP) oder „Frei von Zahlung” (=FoP, ausgelöst durch Kapitalmaßnahmen), wird von Eurex Clearing AG generiert und an den Zentralverwahrer gesandt.

  • Lieferinstruktionsdatei (delivery instruction file)

    Datei, die im Rahmen des Brutto-Liefermanagements für die Abwicklung von Wertpapieren des Kassamarkts generiert wird. Diese Datei wird vom Teilnehmer gesendet und beinhaltet eine Aufstellung aller Geschäfte, die durch den Abwicklungsteilnehmer für die Lieferung freigegeben worden sind. Für die über Eurex Clearing AG abgewickelten Geschäfte werden diese Angaben an Eurex Clearing AG übermittelt. Für alle anderen Geschäfte findet die Verarbeitung bei dem Zentralverwahrer statt.

  • Lieferinstruktionsdatenträger (settlement instruction data carrier)

    Datei für die Abwicklung von Kassawertpapieren. Der Inhalt der Datei entspricht dem Inhalt der Lieferfreigabedatei, das Format allerdings ist so gestaltet, dass es dem S.W.I.F.T.-Format entspricht.

  • Limitierte Order (limit order)

    Limitierte Orders werden zum vorgegebenen Limit oder zu einem besseren Preis ausgeführt.

  • Limitplausibilitätsprüfung (price reasonability check)

    Nach Ordereingabe wird das Limit einer Order mit einer von der Eurex festgesetzten Spanne um den letzten gehandelten Preis verglichen. Wenn sich das Orderlimit außerhalb dieser Spanne befindet, wird die Order nicht sofort übertragen, sondern muss geprüft und gegebenenfalls die Eingabe bestätigt werden.

  • Lokales Netzwerk (local area network)

    Ein lokales Netzwerk (LAN) verbindet Computer in einer Arbeitsgruppe, einer Abteilung oder einem Gebäude.

  • Long Call (long call)

    Ein Anleger, der eine Long Call Position hält, hat das Recht (aber nicht die Pflicht), den Basiswert zu einem vereinbarten Ausübungspreis zu kaufen. Der Inhaber eines Long Call erwartet einen Kursanstieg des Basiswerts während der Laufzeit der Option.

  • Long Put (long put)

    Ein Anleger, der eine Long Put Position hält, hat das Recht (aber nicht die Pflicht), den Basiswert zu einem vereinbarten Ausübungspreis zu verkaufen. Der Inhaber eines Long Put erwartet fallende Kurse des Basiswerts während der Laufzeit der Option.

  • Long-Position (long position)

    Offene Position des Käufers eines Futures- oder Optionskontrakts.

  • Low Exercise Price-Option (low exercise price option)

    Für jede an Eurex handelbare Aktienoption steht auch eine entsprechende Low Exercise Price-Option (LEPO) zur Verfügung. Die Laufzeit beträgt dabei bis zu sechs Monate. Ausübungspreis einer LEPO ist der kleinste im Eurex®-System darstellbare Ausübungspreis einer Option. So werden beispielsweise bei Werten, deren Ausübungspreise mit zwei Dezimalstellen dargestellt werden, LEPOs mit einem Ausübungspreis von EUR 0,01, CHF 0,01, GBp 0,01 beziehungsweise USD 0,01 eingeführt.

  • Macaulay Duration (Macaulay duration)

    Kennzahl für die Zinssensitivität festverzinslicher Wertpapiere, basierend auf der Annahme einer flachen Zinsstrukturkurve und einer linearen Korrelation von Kursen und Renditen.

  • Makler (broker)

    Börsenteilnehmer, der Aufträge auf fremde Rechnung (für Anleger) ausführt.

  • Managed Futures (managed futures)

    „Managed Futures” ist ein Oberbegriff für Vermögensverwaltungsstrategien, die börsengehandelte Futures- und Optionskontrakte verwenden. Managed Futures-Konten können in verschiedenen Anlageklassen handeln. Die Handelsstrategien werden gewöhnlich durch Commodity Trading Advisors (CTAs) gesteuert.

  • Margin (margin)

    Margin ist die vom Clearing-Mitglied zu hinterlegende Sicherheit für die Kontrakterfüllung (Additional Margin, Futures Spread Margin, Premium Margin) und dient zur Deckung des Risikos des Clearinghauses. Eurex verwendet das Risk-based Margining-System für die Margin-Berechnung.

  • Margin-Gruppe (margin group)

    Portfolio, das verschiedene Margin-Klassen enthält, deren Basiswerte eine hohe positive Preiskorrelation aufweisen und im Allgemeinen gleichartigen Preisrisiken unterliegen Eine Margin-Gruppe kann Margin-Klassen enthalten, bei denen die klassenspezifische Währung unterschiedlich ist.

  • Margin-Gutschrift (cash margin credit)

    Wenn die hinterlegten Sicherheiten das im Rahmen des Risk-based Margining kalkulierte Risiko übersteigen, wird der Überschuss dem Geldkonto des Clearing-Mitglieds gutgeschrieben.

  • Margin-Intervall (margin interval)

    Ein Intervall, das für jede Margin-Klasse durch Addition beziehungsweise Subtraktion des Margin-Parameters vom Abrechnungspreis des Basiswerts erhalten wird. Der Basiswert wird mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Handelstages das Margin-Intervall nicht verlassen. Dieser Parameter wird zur Berechnung der Additional Margin verwendet.

  • Margin-Klasse (margin class)

    Eine Zusammenfassung von Produkten, die gleichartigen Risiken ausgesetzt sind: beispielsweise werden alle auf demselben Index basierenden Produkte in der Margin-Klasse des zugrundeliegenden Index zusammengefasst. Das ermöglicht die Aufrechnung der Margin-Verpflichtungen in Produkten derselben Klasse. Eine Margin-Klasse kann nur Produkte mit derselben Währung enthalten.

  • Margin-Parameter (margin parameter)

    Von der Eurex Clearing AG festgelegter Parameter, der die maximale erwartete Preisschwankung eines Basiswerts während des nächsten Börsentages wiedergibt. Mit den Margin-Parametern kann das Margin-Intervall berechnet werden. Grundlage dieser Berechnung ist die historische Volatilität. Die Eurex Clearing AG passt die Margin-Parameter bei Bedarf an und veröffentlicht die neuen Werte.

  • Marginwährung

    Die Währung, in der untertägig Geldsicherheiten durch die Clearing-Mitglieder zur Verfügung gestellt werden können.

  • Mark-to-Market (mark-to-market)

    Beim Konzept der Marktbewertung („Mark-to-Market”) erfolgt eine tägliche Neubewertung und ein täglicher Ausgleich von Gewinnen und Verlusten (Abrechnungspreis von gestern gegen Abrechnungspreis von heute).

  • Market Maker (market maker)

    Market Maker unterstützen die Marktliquidität in den Produkten, in denen sie als Market Maker auftreten. Für Optionsprodukte können die Market Maker zwischen der Verpflichtung für „Quote auf Anfrage” oder ständiger Quotierung wählen (Letzteres nur für bestimmte Produkte). Ein auf Anfrage quotierender Market Maker in einem bestimmten Produkt darf Quotes für dieses Produkt eingeben und ist verpflichtet, Quote Requests (bis zu einem bestimmten Höchstwert pro Tag) zu beantworten, indem er einen Geld- und Briefpreis innerhalb einer bestimmten Zeit, für eine Mindesthaltefrist, für eine Mindestmenge und mit einer maximalen Geld-/Brief-Spanne stellt. Beim permanenten Market-Making in einem Produkt oder einem Bündel von Produkten sind Market Maker verpflichtet, fortlaufend während eines bestimmten Teils des Handelstages Quotes zu stellen, anteilig für jeden Kontraktmonat. Bei Erfüllung der Verpflichtungen zahlen Market Maker generell geringere Transaktionsentgelte an die Eurex.

  • Market Maker-Konten (market maker accounts)

    Geschäfte, die aus Quotes oder Orders entstehen, die der Market Maker in Optionen und im DNTP-Handel eingegangen ist (sowie Quotes aller Börsenteilnehmer im Futures-Handel) werden auf Market Maker-Konten geführt.

  • Market Order (market order)

    Market Orders sind unlimitiert. Sie werden sofort zum bestmöglichen Marktpreis zusammengeführt.

  • Market Order Matching Range (MOMR) (market order matching range (MOMR))

    Spanne um den Referenzpreis, die bei Ausführung einer Market Order für einen Futures-Kontrakt nicht überschritten werden darf.

  • Marktmodell (market model)

    Das Marktmodell der Eurex beschreibt den Prozess, mit dem Orders zusammengeführt und in Geschäfte transformiert werden. Es beschreibt die Preisfestsetzung, Prioritätsregeln für Börsenorders sowie die Art und den Umfang der Informationen, die während der Handelszeit den Marktteilnehmern zur Verfügung gestellt werden.

  • Marktrisiko (market risk)

    Siehe systematisches Risiko.

  • Marktüberwachung (market surveillance)

    Allgemeiner Begriff für das Organ, das den Futures- und Options-Handel und die Abwicklungsaktivitäten überwacht, Daten sammelt und Prüfungen an der Eurex durchführt.

  • Matching-Algorithmus (matching algorithm)

    Der Matching-Algorithmus bestimmt den Prozess der Zusammenführung von Orders zu Geschäften. Er beschreibt die Preisbestimmung und die Matching-Priorität. Eurex benutzt die Preis-Zeit-Priorität für die Zusammenführung aller Aufträge; hiervon ausgenommen sind Orders für kurzfristige Zinsprodukte, bei denen ein proportionales Matching (pro rata-Matching) erfolgt.

  • Matching-Regeln (matching rules)

    Regeln zur Preisfeststellung für Geschäfte entsprechend dem Matching-Algorithmus.

  • Maximum Spread (maximum spread)

    Market Maker dürfen den festgelegten maximalen Spread zwischen Geld- und Briefpreis bei der Eingabe eines Ouote nicht überschreiten.

  • Member Integration System Server (member integration system server)

    Die Server-Komponente einer Frontend-Installation. Ein Member Integration System Server (MISS) stellt den Teilnehmerzugang zum Eurex®-System über Standard-Schnittstellen bereit, entweder über die von Eurex bereitgestellten Frontend-Anwendungen oder VALUES API. Eine MISS kann entweder als „Standalone”-Rechner mit allen Frontend-Anwendungen eingesetzt werden oder als Server für zusätzliche Händlerstationen.

  • Mindestgröße (minimum size)

    Market Maker sind bei der Eingabe eines Quote zur Eingabe einer Mindest-Kontraktzahl für die Geld- und Briefseite verpflichtet. Auch für Block Trades gilt eine Mindestgröße.

  • MISS (MISS)

    Siehe Member Integration System Server.

  • Mistrade (mistrade)

    Ein Geschäft, das irrtümlicherweise eingegangen wurde und dessen Preis vom Referenzpreis (in Bezug zum Marktpreis entsprechend den Definitionen in den Mistrade-Regelungen) um mehr als den festgelegten Betrag abweicht.

  • Mistrade-Regelungen (mistrade regulations)

    Abschnitt der Eurex-Regelwerke, der die Bedingungen bestimmt, unter denen ein irrtümlich eingegebenes Geschäft als Mistrade angesehen und deshalb storniert werden kann.

  • Modifizierte Duration (modified duration)

    Maß für die Zinssensitivität einer Anleihe, das in Prozent angegeben wird. Die modifizierte Duration zeigt die proportionale Veränderung des Anleihepreises bei Marktzinsänderungen.

  • Nachhandelsphase (post-trading) (post-trading period)

    Diese Phase ist in zwei Teilphasen unterteilt: „Post-Trading Full-Periode” und „Post-Trading Restricted-Periode”. Alle Abfragefunktionen sind bis zum Ende der Post-Trading Restricted-Periode verfügbar. In der Post-Trading Full-Periode können Market Orders, limitierte Orders, Stop Orders und Quotes für den nächsten Handelstag eingegeben werden. Ausübungen von Optionen sind nur bis zum Ende der Post-Trading Full-Periode möglich (außer, wenn eine frühere Frist in den Kontraktbedingungen vorgegeben ist). Kombinierte Orders und Quotes können nur während der Trading-Phase eingegeben werden.

  • Nachschusspflicht (margin call)

    Ist die hinterlegte Sicherheitsleistung nicht mehr ausreichend – tritt also eine Unterdeckung ein – ist der Teilnehmer zur Aufstockung der Margin-Leistung verpflichtet. Diesen Vorgang nennt man Margin Call oder Nachschusspflicht.

  • NCM (NCM)

    Siehe Non-Clearing-Mitglied.

  • Negativverfahren (negative release method)

    Mit dem Negativverfahren als Standardeinstellung werden alle Kassageschäfte als „freigegeben” in das Brutto-Liefermanagement einbezogen und können von den Mitgliedern einzeln gesperrt werden (siehe hierzu auch Freigabeverfahren, Positivverfahren).

  • Netting (netting)

    1. Aufrechnen offener Long-Positionen gegen offene Short-Positionen in Futures oder Optionen zwecks Ermittlung der Netto-Long- oder Netto-Short Position. 2. Prozess bei der Markteröffnung (zwischen der Pre-Opening- und Trading-Phase), bei dem ausführbare Futures- und Options-Orders zum Eröffnungspreis ausgeführt werden.

  • Netto-Lieferinstruktion (net delivery instruction)

    Nach dem Settlement-Netting wird diese Netto-Lieferinstruktion als eine Zahlung-gegen-Lieferung-Instruktion für die Netto-Obligation in Kassawertpapieren erstellt.

  • Netto-Long Position/Netto-Short Position (net-long position - net-short position)

    Werden alle offenen Long-und Short-Positionen in einem Konto gegeneinander verrechnet, ergibt sich ein Überhang an Long- oder Short-Positionen. Dieser wird „Netto-Long” beziehungsweise „Netto-Short” Position genannt.

  • Netto-Obligation (net obligation)

    Überhang auf der Kauf- oder Verkaufsseite, der sich aus dem Prozess des Settlement-Netting ergibt, in dem die Kauf- und Verkaufsgeschäfte in Kassawertpapieren gegeneinander verrechnet werden.

  • Non-Clearing-Mitglied (NCM) (non-clearing member (NCM))

    Börsenteilnehmer, der keine Clearinglizenz besitzt. Ein NCM muss eine Clearing-Vereinbarung mit einem General Clearing-Mitglied oder mit einem konzernverbundenen Direct Clearing-Mitglied haben.

  • Non-Spread-Futures-Position (non-spread futures position)

    Long- oder Short-Positionen, die nach der Subtraktion gegenläufiger Positionen mit unterschiedlicher Restlaufzeit übrig bleiben und für die Additional Margin hinterlegt werden muss.

  • Notifizierte Position (notified position)

    Zur Lieferung angezeigte Position. Short Position in Fixed Income Futures-Kontrakten, die (zum Erfüllungszeitpunkt) vom Verkäufer des Futures zur Lieferung angezeigt wurde.

  • Notifizierung (notification)

    Ankündigung der Lieferung auf Basis einer Short Position in Fixed Income Futures. Die Notifizierung beinhaltet die Erklärung des Inhabers der Short Position, welche lieferbare Anleihe er für die Lieferung verwenden möchte.

  • Notifizierungstag (notification day)

    Der Tag, an dem die Lieferanzeige auf Basis einer Short Position in einem Fixed Income Futures-Kontrakt erfolgt.

  • Omega (omega)

    Omega (auch Hebel genannt) vergleicht die prozentuale Veränderung des Optionspreises mit der prozentualen Basiswertveränderung.

  • OMX-Helsinki 25 Index (OMX-Helsinki 25 Index)

    Kapitalisierungsgewichteter Preisindex, der fortlaufend aus den 25 meist gehandelten Aktien der Helsinki Exchanges (HEX) berechnet wird. Eurex bietet Futures und Optionen auf den OMX-Helsinki 25 Index an.

  • Open Interest (open interest)

    Die Anzahl der offenen Positionen in einem Futures- oder Optionskontrakt, die noch nicht durch ein Gegengeschäft geschlossen worden sind.

  • Opening (Opening)

    Orders für Futures- und Optionskontrakte werden eingegeben und dann im Netting-Prozess zusammengeführt, um den Eröffnungspreis zu bestimmen.

  • Optimierung (optimization)

    Verfeinerung der Hedge Ratio, um die Gewinne und Verluste der Basiswert-Position und die ausgleichenden Verluste und Gewinne des Absicherungsinstruments besser aufeinander abzustimmen.

  • Option (option)

    Das Recht (aber nicht die Pflicht), eine bestimmte Menge eines bestimmten Basiswerts zu einem festgelegten Preis an oder bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

  • Optionsprämie (option premium)

    Der Geldbetrag, den der Käufer einer Option an den Verkäufer der Option zu zahlen hat. Eurex Clearing AG unterstützt sowohl die klassische Prämienberechnung (bei der die Prämie sofort nach Abschluss des Geschäfts zahlbar ist) als auch die Futures-style-Prämienberechnung (bei der die Prämie bei Verfall oder Ausübung gezahlt wird).

  • Optionspreis (option price)

    Siehe Optionsprämie.

  • Optionspreismodell (option pricing model (OPM))

    Eine Formel, die Parameter wie Volatilität, Zinssatz, Ausübungspreis und Restlaufzeit berücksichtigt, um die theoretische Optionsprämie zu ermitteln. Eurex Clearing AG verwendet verschiedene Optionspreismodelle zur Berechnung marktgerechter Optionspreise für die Ermittlung der Margin.

  • Optionsverkäufer (option seller)

    Der Verkäufer einer Option stllt die Gegenpartei zum Käufer der Option dar. Der Verkäufer verpflichtet sich zur Lieferung (Call) beziehungsweise zur Abnahme (Put) des Basiswerts im Falle einer Ausübung und erhält dafür den Optionspreis.

  • Order (order)

    Vertraglich bindende Aufforderung an andere Teilnehmer zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge eines Finanzinstruments zu einem festgelegten Preis.

  • Orderart (order type)

    Eurex unterstützt verschiedene Arten von Orders im fortlaufenden Handel (Market Orders, limitierte Orders, Stop Orders).

  • Orderbuch (order book)

    Das Orderbuch enthält alle gültigen Orders für ein Produkt entsprechend ihrer Handelsbeschränkungen und Ausführungsbedingungen.

  • Orderschlussnote (order contract note)

    Die Bestätigung für einen Geschäftsabschluss im Falle der Aggregation von Kassageschäften auf Orderebene. Sie wird von der Handelsplattform an die Teilnehmer übermittelt und wird auf Orderebene generiert.

  • Out-of-the-money (Aus dem Geld) (out-of-the-money option)

    Eine Call-Option ist out-of-the-money (aus dem Geld), wenn der Kurs des Basiswerts unter dem Ausübungspreis liegt. Eine Put-Option ist out-of-the-money, wenn der Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis liegt.

  • Physische Lieferung (physical delivery)

    Die Abwicklung einer Transaktion durch Lieferung des physischen Basiswerts gegen Zahlung.

  • Positionslimit (position limit)

    Die maximale Anzahl von Futures- oder Optionskontrakten in einem bestimmten Produkt, die von einem Teilnehmer oder einem Kunden für eigene Rechnung gehalten werden dürfen.

  • Positionsmanagement (position management)

    Die Eurex Clearing-Plattform stellt eine große Anzahl an Funktionen für die Verwaltung der Geschäfte und Positionen zur Verfügung.

  • Positive Preiskorrelation (positive price correlation)

    Eine Preisbeziehung zwischen zwei oder mehr Finanzinstrumenten, die sich analog verhalten (aber nicht unbedingt synchron).

  • Positivverfahren (positive release method)

    Mit dem Positivverfahren als Standardeinstellung werden alle Kassageschäfte als „gesperrt” in das Brutto-Liefermanagement einbezogen und müssen von den Mitgliedern einzeln freigegeben werden (siehe hierzu auch Freigabeverfahren, Negativverfahren).

  • Prämie (premium)

    Siehe Optionsprämie.

  • Pre-arranged Trade (pre-arranged trade)

    Bei Pre-arranged Trades (im Voraus vereinbarten Geschäften) werden die vorher ausgehandelten Orders von wenigstens zwei Mitgliedern gegeneinander ausgeführt.

  • Preis-Zeit-Priorität (price-time priority)

    Der Preis-Zeit-Matching-Algorithmus setzt die vom Marktmodell vorgegebene Preis-Zeit-Priorität um. Dieser Matching-Algorithmus wird für alle Futures-Kontrakte (außer Geldmarkt-Futures) verwendet. Wenn eine neue Order eingegeben wird, prüft das Eurex®-System zuerst die Order Limits im elektronischen Orderbuch und führt dann die Orders mit den besseren Limits vor denen mit den schlechteren aus.

  • Premium Margin (premium margin)

    Sicherheitsleistung, die vom Stillhalter einer Option mit klassischer Prämienzahlung hinterlegt werden muss, bis die Option ausgeübt wird oder verfällt. Sie deckt die potenziellen Glattstellungskosten des Stillhalters zum täglichen Abrechnungspreis ab. Die Premium Margin wird fortlaufend angepasst. Ein Käufer einer Option mit klassischer Prämienzahlung braucht keine Margin zu hinterlegen, da er mit der Zahlung der Optionsprämie ein Recht erworben hat, aber keine Verpflichtung eingegangen ist. Das maximale Risiko eines Käufers besteht darin, den Kontrakt verfallen zu lassen. Optionen auf Futures sind nicht der Premium Margin unterworfen, da es hier keine Prämienzahlung gibt (Siehe „Futures-style”-Marginverfahren).

  • Pro rata-Matching (pro rata matching)

    Da der Markt für Geldmarkt-Futures im Vergleich zu anderen börsengehandelten Derivaten eine geringe Volatilität im Tagesverlauf aufweist, ist der Preis-Zeit-Matching-Algorithmus für solche Produkte ungeeignet. Hier bestimmt der pro rata-Matching-Algorithmus die Ausführungspriorität. Bei der Zusammenführung einer hereinkommenden Order berücksichtigt der pro-rata-Matching-Algorithmus alle im Orderbuch zum besten Geld- bzw. Briefpreis vorliegenden Orders proportional zum Gesamtvolumen der Kauf- oder Verkaufsorder, unabhängig vom Zeitpunkt der Ordereingabe.

  • Produktwährung (product currency)

    Die Währung, in der ein Produkt im Eurex®-System aufgesetzt ist. Premium und Variation Margin-Beträge werden in dieser Währung reguliert. Die Produktwährung entspricht immer der Währung des Basiswerts.

  • Projizierte Basiswertpreise (projected values of the underlying)

    Alle Ausübungspreise aktiver Optionsserien des Intervall-Produkts, die innerhalb des Margin-Intervalls liegen.

  • Protective Put-Strategie (protective put)

    Optionsstrategie, bei der ein Anleger eine Put-Option kauft, um seine Anlage gegen fallende Preise des Basiswerts abzusichern.

  • Put-Call-Parität (put-call parity)

    Grundlegende Beziehung zwischen den Preisen einer Call- und Put-Option mit demselben Basiswert, Ausübungspreis und Verfall.

  • Put-Call-Verhältnis (put-call ratio)

    Das Put-Call-Verhältnis zeigt an, wie viele Puts im Verhältnis zur Anzahl der Calls pro Basiswert gehandelt werden.

  • Put-Option (put option)

    Das Recht, einen Vermögenswert zu einem bestimmten Preis an oder bis zu einem bestimmten Termin zu verkaufen. Im Fall von Optionen auf Fixed Income Futures gibt der Kontrakt dem Käufer das Recht, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eine Short Position im zugrunde liegenden Futures-Kontrakt zu einem festgelegten Preis einzugehen. Im Fall von bar abgewickelten Optionen an der Eurex beinhaltet eine Verkaufsoption das Recht, einen Barausgleich zu erhalten, wenn der Schlussabrechnungspreis niedriger ist als der Ausübungspreis der Option.

  • Quote (quote)

    Gleichzeitige Eingabe einer limitierten Kauforder und einer limitierten Verkaufsorder für denselben Futures- beziehungsweise Optionskontrakt.

  • Quote Request (quote request)

    Mit einem Quote Request kann ein Quote für einen bestimmten Futures- oder Optionskontrakt angefordert werden.

  • Rechnungsbetrag (invoice amount)

    Der Betrag (einschließlich Stückzinsen), der dem Inhaber einer Short Position in einem Fixed Income Futures-Kontrakt bei Lieferung einer Kassaanleihe gegen diese Position gezahlt wird.  

  • Referenzpreis (reference price)

    In Bezug auf die Bewertung eines Mistrade wird der Referenzpreis in der Regel als der durchschnittliche Preis der Geschäfte vor und nach der irrtümlichen Eingabe der betroffenen Transaktion gebildet. Falls nur einer dieser Preise vorhanden ist, wird dieser Preis als der Referenzpreis angenommen. Bei der Plausibilitätsprüfung für Futures-Kontrakte mit Matching auf Basis der Preis-Zeit-Priorität ist der Referenzpreis für Kauforders der niedrigste verfügbare Briefpreis („Best Ask”) und für Verkaufsorders der höchste verfügbare Geldpreis („Best Bid”).   

  • Relevante Geschäfte (relevant trades)

    Relevante Geschäfte für das Settlement-Netting von Wertpapieren des Kassamarkts sind Geschäfte, die: nicht für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnet sind, noch nicht den Abwicklungstag erreicht haben, noch nicht auf der Ebene des Clearing-Mitglieds abgewickelt worden sind und nicht vollständig gesperrt wurden.  

  • Repo (Repo)

    Siehe Wertpapierpensionsgeschäft.    

  • Restlaufzeit (remaining lifetime)

    Der Zeitraum bis zur Fälligkeit/zum Verfall von ausstehenden Futures-oder Optionskontrakten.      

  • Reversal-Strategie (reversal)

    Arbitrage-Strategie, die die Schaffung einer synthetischen Long-Basiswert- oder Futures-Position durch den Kauf von Calls und dem Verkauf von Puts mit gleichen Ausübungspreisen und gleichem Verfalldatum bei gleichzeitigem Eingehen einer „echten” Short-Basiswert- oder Futures-Position beinhaltet. Die entgegengesetzte Arbitrage-Strategie heißt Conversion.       

  • Reverse Cash-and-carry Arbitrage (reverse cash-and-carry arbitrage)

    Aufbau einer risikofreien (marktneutralen) Position zur Ausnutzung von Fehlbewertungen im Kassa- und/oder Terminmarkt durch den gleichzeitigen Verkauf des Basiswerts und dem Kauf des entsprechenden Futures-Kontrakts. Die Gegenposition wird als Cash-and-carry Arbitrage bezeichnet.     

  • Risikoparameter (risk parameter)

    Risikoparameter („Margin-Parameter”), die auf der historischen Volatilität basieren und für die Berechnung des Margin-Intervall verwendet werden. Die Margin-Parameter werden bei Bedarf angepasst und über Rundschreiben und im Internet veröffentlicht.     

  • Risikopositionen (risk positions)

    Offene Positionen, die als Basis für die Berechnung im Risk-based Margining-Verfahren verwendet werden.    

  • Risk Array (risk array)

    Die Wertematrix, die für die Bestimmung der Additional Margin für jede Margin-Klasse verwendet wird. Sie besteht einerseits aus dem Abrechnungspreis, dem Maximum und Minimum des Margin-Intervalls und den projizierten Basispreisen und andererseits aus den daraus ermittelten theoretischen Preisen aller Futures- und Optionskontrakte.    

  • Risk-based Margining (Risk-based Margining)

    Das Eurex-Verfahren zur Berechnung von Sicherheiten zur Deckung eingegangener Risiken.     

  • Rohdaten (Raw Data)

    Die Daten in einigen Reports werden unformatiert an die Mitglieder übertragen, um so die automatische Verarbeitung dieser Daten zu ermöglichen.     

  • Sanktionsausschuss (disciplinary committee)

    Börsenorgan, das Verletzungen der Börsengesetze und des kaufmännischen Vertrauens untersucht und bestraft.  

  • Schatz-Futures (schatz futures)

    Siehe Euro-Schatz-Futures.    

  • Schlussabrechnungspreis (exchange delivery settlement price)

    Preis eines Futures am letzten Handelstag, zu dem bei Lieferung abgerechnet wird (EDSP - Exchange Delivery Settlement Price).    

  • Schlussabrechnungspreis (final settlement price)

    Der am letzten Handelstag von Eurex nach spezifischen Regeln festgelegte Preis eines Kontrakts.     

  • Schweizer Nationalbank (Swiss National Bank)

    Zentralbank der Schweiz. Die Clearing-Mitglieder der Eurex sind verpflichtet, ein Geldkonto bei der Deutschen Bundesbank und bei der Schweizerischen Nationalbank für die Abwicklung von Geldbeträgen, resultierend aus Transaktionen mit Derivaten, zu unterhalten.      

  • SegaInterSettle (SegaInterSettle)

    Internationaler Zentralverwahrer mit Sitz in der Schweiz, mit dem Eurex Clearing AG für die Sicherheitenverwaltung und Abwicklung von Lieferungen direkt verbunden ist.   

  • Sektorindex-Derivate (sector index derivatives)

    Eurex bietet eine Reihe von Produkten auf Basis von STOXX-Sektorindizes an, die die Entwicklung unterschiedlicher Branchen wie zum Beispiel Telekommunikation oder Gesundheitswesen reflektieren. Anlegern wird damit Aufbau und Umsetzung individueller Anlage-, Absicherungs- und Handelsstrategien in der Euro-Zone bzw. im paneuropäischen Raum erheblich erleichtert.  

  • Settlement-Leihe (settlement lending)

    Leihe von Kassawertpapieren, initiiert durch den Zentralverwahrer zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen, wenn der Abwicklungsteilnehmer nicht genügend Wertpapiere besitzt.  

  • Settlement-Netting (settlement netting)

    Settlement-Netting wird für Kassageschäfte verwendet, die nicht für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnet sind. Das Ergebnis ist ein Aufrechnungsblock und gegebenenfalls eine Netto-Obligation. Settlement-Netting erfolgt pro Clearing-Mitglied für das jeweilige Wertpapier (gekennzeichnet durch die ISIN), nach Abwicklungskonto beim Zentralverwahrer sortiert. Wahlweise ist es auch möglich, Settlement-Netting pro Börsenmitglied und Kontoart (zum Beispiel Eigenhandels- oder Kundenkonto) durchzuführen.  

  • Settlement-Netting-Einheit (settlement netting unit)

    Das Settlement-Netting von Kassawertpapieren wird einzeln für jede Settlement-Netting-Einheit und pro Wertpapier durchgeführt. Eine Settlement-Netting-Einheit enthält mindestens ein Clearing-Mitglied und ein Abwicklungskonto beim Zentralverwahrer. Wahlweise kann das Clearing-Mitglied weitergehende Unterscheidungen nach Non-Clearing-Mitglied und Kunden-/ Eigenhandelsgeschäft veranlassen.  

  • Shaping (shaping)

    Dieses Konzept beschreibt das Splitten einer Lieferinstruktion mit einer großen Menge an Kassawertpapieren in verschiedene Lieferinstruktionen mit kleineren Mengen bzw. Stückzahlen. Damit soll die Erfüllung der größtmöglichen Menge der Lieferinstruktionen sichergestellt werden. Anders ausgedrückt soll so der vollständige Ausfall einer Lieferinstruktion mit einem großen Wertpapiervolumen vermieden werden. Beispiel: Ohne Shaping würde eine Lieferinstruktion für 1.000.000 Aktien nicht erfüllt, wenn nur 999.999 Aktien geliefert werden. Wird diese Lieferinstruktion jedoch in einzelne kleinere Lieferinstruktionen aufgeteilt, kommt es nur zum Ausfall einer Lieferinstruktion – alle anderen werden davon nicht beeinträchtigt.  

  • Short Call (short call)

    Ein Anleger, der eine Short Call-Position hält, ist bei Ausübung der Option verpflichtet, den Basiswert zum vereinbarten Ausübungspreis zu verkaufen. Der Inhaber eines Short Call erwartet fallende Kurse des Basiswerts während der Laufzeit der Option.  

  • Short Option Compensation (short option compensation)

    Der beim Margining jeder reinen Short-Optionsposition berechnete Mindestbetrag (Short Option Minimum) kann in Bezug auf fast alle Optionskombinationen, die auch Long-Optionspositionen enthalten, zu übermäßigen Sicherheitsleistungen führen. Das Konzept der Short Option Compensation spiegelt die Tatsache wider, dass Short-Optionspositonen in komplexen Optionsportfolios oft durch Long-Optionspositionen oder durch entsprechende Futures-Positionen ausgeglichen werden.  

  • Short Option Minimum (short option minimum)

    In der Berechnung der Additional Margin-Anforderungen für Optionen werden die theoretischen Preise für jede Optionsserie unter Annahme der ungünstigsten Marktentwicklung errechnet. Da die Berechnungsmethode eine Erhöhung der impliziten Volatilität nicht berücksichtigt, wird die Margin-Anforderung für alle Short-Optionspositionen, bei denen der ungünstigste Liquidationswert geringer als das festgelegte Minimum ist, dem Minimum entsprechend angepasst.    

  • Short Position (short position)

    Offene Position des Verkäufers eines Kontrakts.  

  • Short Put (short put)

    Ein Anleger, der eine Short Put-Position hält, ist bei Ausübung der Option verpflichtet, den Basiswert zum vereinbarten Ausübungspreis zu kaufen. Der Inhaber eines Short Put erwartet steigende Kurse des Basiswerts während der Laufzeit der Option.  

  • Sicherheiten (collateral)

    Geld oder Wertpapiere wie Anleihen und Aktien, die zur Abdeckung der von Eurex Clearing AG festgelegten Sicherheitsleistung verpfändet werden.

  • Sicherheitenverwaltung (collateral management)

    Die Sicherheitenverwaltung beinhaltet die Verwaltung von Sicherheiten- und Entgeltkonten durch Nutzung bestehender Eurex-interner Funktionen und Prozesse.

  • Sicherheitsbeauftragter (security coordinator)

    Der Sicherheitsbeauftragte eines Mitglieds ist für die Pflege der Zugangsberechtigungen für das Eurex®-System zuständig.  

  • SIS (SIS)

    Siehe SegaInterSettle.  

  • SMI® (Swiss Market Index) (SMI® (Swiss Market Index))

    Kapitalisierungsgewichteter Aktienindex, der auf einem Korb fortlaufend gehandelter Aktien basiert. Er umfasst 30 liquide Aktienwerte der höchst kapitalisierten Unternehmen der Schweiz. Eurex bietet Futures und Optionen auf den SMI® an.  

  • SNB (SNB)

    Siehe Schweizer Nationalbank.  

  • Soll-Lieferreport (pending delivery report)

    Der Soll-Lieferreport beinhaltet die zu erfüllenden Kassawertpapiere und die (für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichneten) Einzelgeschäfte, die darin enthalten sind. Dieser Report erfasst auch die internen Geschäfte der Kunden einer Bank. Der Soll-Lieferreport beinhaltet alle relevanten Daten, die in der CBF-Lieferliste enthalten sind. Des Weiteren ist die Anzahl der Tage von Verspätungen angegeben.  

  • Sperre (suspension)

    Die vorübergehende Aufhebung der Handelszulassung für einen Börsenteilnehmer oder einen Börsenhändler.  

  • Sperren (block)

    Kennzeichnen eines Aktiengeschäftes im Kassamarkt, dessen Abwicklung aus Sicht des Teilnehmers nicht möglich oder derzeit nicht erwünscht ist.

  • Spot Month

    Der Kontraktmonat, der aus aktueller Sicht am nächsten liegt.

  • Spot Month Spread Margin (spot month spread margin)

    Der Margin-Satz, der während des gesamten Liefermonats für Spread-Positionen, in denen der Front-Kontrakt enthalten ist, verwendet wird. Dieser Margin-Satz ist stets größer oder gleich dem Back Month Spread Margin-Satz.  

  • Spread-Positionen (spread positions)

    Bei Optionen der gleichzeitige Kauf und Verkauf von Optionskontrakten mit unterschiedlichen Ausübungspreisen und/oder verschiedenen Verfalldaten. Bei Futures der gleichzeitige Kauf und Verkauf von Futures-Kontrakten mit unterschiedlichen Fälligkeitsdaten (Time Spread) oder mit verschiedenen Basiswerten (Inter-product Spread).  

  • Standardabweichung (standard deviation)

    Maß für die Schwankungsbreite des Preises eines Vermögenswerts um seinen Mittelwert innerhalb eines festen Zeitraumes.  

  • Ständige Weisung (standing instruction)

    Instruktionen, die den Abwicklungsprozess eines Kassageschäfts bestimmen. Die Instruktion wird im Voraus festgelegt, im Gegensatz zu einer separaten Instruktion für jedes Geschäft.  

  • Stapelverarbeitung (batch)

    Die Stapelverarbeitung folgt dem Ende der Post-Trading-Periode. Während der Stapelverarbeitungsphase eines Handelstages werden statistische Informationen aktualisiert, Reports generiert und Datenpflege durchgeführt. Nach Beendigung der Stapelverarbeitung wird das System für den nächsten Handelstag vorbereitet und auf den Start-Status gesetzt.

  • Stillhalter (writer)

    Siehe Optionsverkäufer.

  • Stop Order (stop order)

    Bei der Eurex können Stop Orders nur für Futures-Kontrakte eingegeben werden. Stop Orders sind beschränkte Orders, die nur dann ausgelöst werden, wenn der Marktpreis ihr Preislimit erreicht, das heißt, wenn ein gehandelter Preis dem Preislimit entspricht oder dieses „durchbricht”. In diesem Fall wird die Stop Order zu einer Market Order und demzufolge schnellstmöglich zum bestmöglichen Marktpreis ausgeführt.  

  • STOXX (Stoxx)

    STOXX Ltd. berechnet und verbreitet eine große Vielfalt von Benchmark-Indizes.  

  • STOXX Indizes (STOXX indexes)

    Indexfamilie, die die Preisentwicklung des gesamteuropäischen Markts abbildet. Stoxx Ltd. berechnet rund 300 Indizes. Der STOXX Europe 50® und der EURO STOXX 50® sind die Blue Chip-Indizes der STOXX-Index-Familie. Sie erfassen die 50 größten Unternehmen Gesamteuropas beziehungsweise der Eurozone nach Freefloat-gewichteter Marktkapitalisierung. Basisdatum der Indexberechnung ist der 31. Dezember 1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Neben den Blue Chip-Indizes berechnet Stoxx Ltd. Indizes, die auf bestimmte Regionen, Kapitalisierungsklassen, Anlagestile und Branchen ausgerichtet sind. Für die Aufnahme eines Unternehmens in einen Index ist zusätzlich zu dem indexspezifischen Kriterium die Marktkapitalisierung des Unternehmens (auf Basis des Streubesitzes) entscheidend. Die Indizes werden als Kurs- und Performance-Indizes berechnet. Für die Berechnung der Indizes werden die Aktienpreise in Euro oder US-Dollar umgerechnet.  

  • Straddle (straddle)

    Der Käufer eines Straddle kauft sowohl Komponente 1, eine Call-Option als auch Komponente 2, eine Put-Option mit demselben Basiswert, Verfallmonat und Ausübungspreis. Der Käufer eines Long Straddle erwartet einen starken Preisanstieg oder –verfall des Basiswerts während der Laufzeit der Option, ist der Richtung gegenüber jedoch indifferent. Starke Bewegungen oder allgemeine Unsicherheit im Markt, die zu einer Erhöhung der Optionsprämien führen können, wirken sich günstig auf einen Long Straddle aus.  

  • Strangle (strangle)

    Der Käufer eines Strangle kauft sowohl Komponente 1, eine Call-Option als auch Komponente 2, eine Put-Option mit demselben Basiswert und Verfallmonat, aber mit unterschiedlichem Ausübungspreis. Der Käufer eines Long Straddle erwartet einen sehr starken Preisanstieg oder –verfall während der Laufzeit der Option, ist der Richtung gegenüber jedoch indifferent. Starke Bewegungen oder allgemeine Unsicherheit im Markt, die zu einer Erhöhung der Optionsprämien führen können, wirken sich günstig auf einen Long Strangle aus. Im Vergleich zum Straddle braucht ein Strangle eine ausgeprägtere Marktveränderung, um profitabel zu sein.  

  • Strategie-Handel (strategy trading)

    Siehe Kombinationshandel.  

  • Strike Price (strike price)

    Siehe Ausübungspreis.  

  • Stücke-Kauf-Risikoposition (security long risk position)

    Kaufposition eines Mitglieds in Kassawertpapieren und/oder Bezugsrechten, die als Berechnungsgrundlage für das Risk-based Margining dienen.  

  • Stücke-Verkauf-Risikoposition (security short risk position)

    Verkaufsposition eines Mitglieds in Kassawertpapieren und/oder Bezugsrechten, die als Berechnungsgrundlage für das Risk-based Margining dienen.  

  • Stückzinsen (accrued interest)

    Die für ein festverzinsliches Wertpapier vom letzten Zinszahlungstermin (Coupon) bis zum Bewertungstag angefallenen Zinsen.

  • Stückzinsen (accrued interest)

    Die für ein festverzinsliches Wertpapier vom letzten Zinszahlungstermin (Coupon) bis zum Bewertungstag angefallenen Zinsen.  

  • Synthetische Position (synthetic position)

    Nachbildung eines Futures- oder Optionskontrakts oder einer Basiswertposition mit Hilfe anderer Derivate.  

  • Systematisches Risiko (systemic risk)

    Risiko aufgrund von Faktoren, die den Gesamtmarkt beeinflussen. Es kann nicht durch Portfoliodiversifizierung reduziert oder ausgeschlossen werden.  

  • Tagesgültig (good-for-day (GFD))

    Bei Ordereingabe vom Teilnehmer gewählte Orderbeschränkung. Eine tagesgültige Order wird am Ende des Handelstages aus dem Orderbuch im Eurex®-System gelöscht. Für tagesgültige Orders ist keine besondere Eingabe erforderlich, da „tagesgültig” der Standardwert bei Ordereingabe im Eurex®-System ist.  

  • Tageshändler (Day Trader)

    Ein Händler, der nur Eigenhandelsgeschäfte tätigt und keine Positionen über Nacht hält.  

  • Tägliche Abwicklung (daily settlement)

  • Tägliche Abwicklung (daily settlement)

    Der täglich von Eurex festgestellte Bewertungspreis für Futures und Optionen, auf dem die Berechnung der täglichen Margin-Anforderungen basiert.  

  • Take-up-Geschäfte (take-up)

    Das Gegenteil zu Give-up. Das erhaltende Mitglied eines Give-up muss das Geschäft akzeptieren („Take-up”).  

  • Tap Issue (tap issue)

    Ein festverzinsliches Wertpapier (Anleihe), das in verschiedenen Beträgen und zu unterschiedlichen Zeiten, in der Regel bei entsprechender Anlegernachfrage, herausgegeben wird. Die grundlegenden Merkmale der Anleihe (Ausgabebedingungen, Coupon und Fälligkeit) bleiben unverändert, aber der Ausgabepreis („Tap-Preis”) kann je nach Marktbedingungen unterschiedlich sein.  

  • TecDAX® (TecDAX®)

    Der TecDAX® reflektiert die Performance der 30 größten Technologie-Unternehmen des Prime Standard, die in Bezug auf Orderbuch-Umsatz und Marktkapitalisierung unter den Werten rangieren, die im DAX® enthalten sind.  

  • Teilausführung (einer Order oder eines Quote) (partial execution (of an order or quote))

    Das Ergebnis einer Situation, in der nur ein Teil der Order- oder Quotestückzahl ausgeführt werden kann. Die Verarbeitung des restlichen Teils ist von den für die Order vorgegebenen Beschränkungen abhängig.  

  • Teilfreigabe (partial release)

    Markieren eines Kassageschäfts, um kenntlich zu machen, dass aus Sicht des Teilnehmers eine Teilabwicklung des Geschäfts auf Kundenebene möglich ist.  

  • Tender, Tendergeschäft (tender)

    Methode der Wertpapieremission (vorwiegend bei festverzinslichen Wertpapieren, aber auch bei Aktien). Ein Tender ist die Einladung des Emittenten, für die Wertpapiere zu bieten. Je nach Art der Auktion werden die Wertpapiere an jeden erfolgreichen Bieter zum individuellen Gebotspreis („Amerikanische Auktion”) verkauft, oder alle erfolgreichen Bieter zahlen den Preis des niedrigsten erfolgreichen Gebots („Holländische Auktion”). Ein ähnlicher Ablauf, wie unter 1. beschrieben, kann für die Offenmarkt-Operationen der Zentralbanken, insbesondere für Wertpapierpensionsgeschäfte („Repos”) angewendet werden. Dieser Prozess einer Auktionierung von Liquidität zur Bereitstellung an Banken wird als „Repo-Tender” bezeichnet. Ein Angebot zum Kauf einiger oder aller Aktien der Anteilseigner eines Unternehmens. Der angebotene Preis ist in der Regel höher als der Marktpreis.

  • Terminhandelsberater (Commodity Trading Advisor, CTA) (commodity trading advisor)

    Einzelpersonen oder Unternehmen, die andere (hauptsächlich Hedgefonds) bezüglich ihrer Handelsstrategien beraten. Fondsgesellschaften beschäftigen häufig eine Reihe von CTAs, um eine Risikostreuung ihrer Handels- und Anlagestrategien zu gewährleisten. Einige CTAs betreiben auch ihren eigenen „Single-Manager”-Fonds.

  • Terminkontrakt (forward contract)

    Ein Kontrakt, der den Inhaber verpflichtet, einen Wert zu einem vereinbarten Preis, an einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Terminkontrakte werden gewöhnlich nicht an Börsen gehandelt.  

  • Theoretischer Preis (theoretical prices)

    Optionspreis, der zur Margin-Berechnung mittels eines Optionspreismodells für einen projizierten Preis des Basiswerts ermittelt wird.  

  • Tickgröße (tick size)

    Die kleinstmögliche handelbare Preisänderung eines Futures- oder Optionskontrakts (minimale Preisveränderung).  

  • Time Spread (time spread)

    Gleichzeitiger Kauf und Verkauf von zwei Futures-Kontrakten mit dem gleichen Basiswert, aber verschiedenen Fälligkeitsterminen. Der Käufer einer Spread-Kombination kauft die erste Fälligkeit und verkauft die zweite.  

  • Trade Enrichment (Trade Enrichment)

    Trade Enrichment wird automatisch nach jeder Geschäftsausführung durchgeführt. Dabei werden alle nötigen Details für das Clearing der Futures- und Optionskontrakte oder die Abwicklung der Kassawertpapiere hinzugefügt.    

  • Trading on Behalf (trading on behalf)

    Im Notfall ist die Eurex-Marktaufsicht in der Lage, nach dem Erhalt von entsprechender Instruktionen Orders im Auftrag („on behalf of”) von Teilnehmern einzugeben und auch zu löschen.    

  • Traditionelle Optionen (traditional options)

    Optionen mit klassischer Prämienverbuchung.  

  • Transaktion "Aufgabe" ("Aufgabe" transaction)

    Ein Geschäft im Kassamarkt, für das ein Makler als Kontrahent aufgeführt ist (schwebende Spezifikation des endgültigen Kontrahenten). Sobald das Geschäft (die Aufgabe) abgeschlossen ist, kann es abgewickelt werden.

  • Transaktionskosten (transaction costs)

    Gebühren für die Ausführung von Orders.   

  • Unsystematisches Risiko (non-systemic risk)

    Der Teil des Gesamtrisikos, der nicht durch (Rendite-)Schwankungen des Gesamtmarkts erklärt werden kann.  

  • VALUES API (VALUES API)

    VALUES API (Virtual Access Link Using Exchange Services – Application Programming Interface) ist die programmierbare Schnittstelle, die die Verbindung zu den elektronischen Handelsplattformen der Deutsche Börse AG (Eurex und Xetra®) herstellt. VALUES API bietet einen einzelnen Zugangspunkt zur gesamten Börsenfunktionalität.  

  • Variation Margin (variation margin)

    Variation Margin (als täglicher Gewinn- und Verlustausgleich) fällt im Rahmen der Marktbewertung von Futures und Optionen auf Futures an. Durch die Variation Margin werden Gewinne und Verluste der offenen Positionen, die durch die täglichen Kursveränderungen entstehen, ausgeglichen. Im Unterschied zu anderen Margin-Arten handelt es sich hier nicht um eine Sicherheitsleistung, die hinterlegt werden muss, sondern um einen täglichen Barausgleich von Soll- und Habensalden.  

  • Verfalltag (expiration)

    Der Tag, an dem das in dem Optionskontrakt definierte Recht erlischt. Wird auch als Verfall oder Verfalltermin bezeichnet. Rechtlich gesehen verfallen Eurex-Optionskontrakte an dem auf den letzten Handelstag folgenden Börsentag – für den Handel ist jedoch der letzte Handelstag maßgeblich.  

  • Verkaufsgeschäft (sell trade)

    Ausgeführte Order zum Verkauf eines bestimmten Instruments (zum Beispiel Futures-Kontrakte, Wertpapiere).  

  • Verspätetes Geschäft (late trade)

    Ein Kassageschäft, für das die Lieferung nicht oder nur teilweise erfüllt wurde.  

  • Verspätetes Geschäft-Fail (overdue trade-fail)

    Ein Kassageschäft ist verspätet, wenn der Erfüllungstag einen oder mehrere Geschäftstage zurückliegt.  

  • Vertical Call Spread (vertical call spread)

    Der Käufer eines Vertical Put Spread kauft Komponente 1, eine Put-Option und verkauft Komponente 2, eine Put-Option mit demselben Basiswert und demselben Verfallmonat wie Komponente 1, aber mit einem niedrigerem Ausübungspreis.  

  • Vertical Call Spread (vertical call spread)

    Der Käufer eines Vertical Call Spread kauft Komponente 1, eine Call-Option und verkauft Komponente 2, eine Call-Option mit demselben Basiswert und demselben Verfallmonat wie Komponente 1, aber mit einem höheren Ausübungspreis.  

  • Vertical Spread (vertical spread)

    Gleichzeitiger Kauf und Verkauf von Optionskontrakten derselben Art (Call oder Put) mit demselben Verfallmonat, aber verschiedenen Ausübungspreisen.  

  • Vertragliche Aufrechnung (contractual netting)

    Vertragliche Aufrechnung von Verpflichtungen aus der Abwicklung von Wertpapieren des Kassamarkts. Gemäß Aufrechnungsvereinbarung erlöschen alle Ansprüche, die gegeneinander aufgerechnet werden können. Der verbleibende Betrag von Ansprüchen, die nicht aufgerechnet werden können, muss physisch erfüllt werden.

  • Verwaltungsrat (Supervisory Board)

    Das Organ der Eurex Zürich AG, das für die Durchsetzung wichtiger Rahmenbedingungen wie der Börsenordnung oder der Ernennung von Mitgliedern der Geschäftsführung der Eurex Zürich  AG verantwortlich ist.

  • Vola Trade (vola trade)

    Geschäft in einem Futures-Kontrakt, der auf einem vorher ausgehandelten Optionsgeschäft basiert.  

  • Volatilität (volatility)

    Das Ausmaß der tatsächlichen oder erwarteten Preis- bzw. Renditeschwankungen eines Finanzinstruments (Basiswert). Die für ein Instrument gemessene Volatilität kann je nach Zeitspanne, auf die sie sich bezieht, unterschiedlich sein. In der Regel berechnen die Marktteilnehmer die historische Volatilität (die auf vergangenen Preisbewegungen des Instruments basiert) oder die implizite Volatilität (die Volatilität, die durch die Optionspreise, die im Markt gehandelt werden, impliziert wird). Für das Risk-based Margining wird die historische Volatilität auf Tagesbasis mit einem von der Eurex Clearing AG für jeden Basiswert mittels statistischer Methoden ermittelten Risikofaktor multipliziert, um die Margin-Parameter zu bestimmen.  

  • Vorhandelsphase (Pre-Trading) (pre-trading period)

    Die einleitende Phase im Vorlauf der Haupthandelsphase der Eurex. Teilnehmer können Datenabfragen tätigen oder Orders und Quotes in Vorbereitung für den eigentlichen Handel eingeben.  

  • Voröffnungsphase (Pre-Opening Period) (pre-opening period)

    Während des Pre-Opening werden die Eröffnungspreise der Optionsserien beziehungsweise Futures-Kontrakte auf Basis der Kauf- und Verkaufsaufträge im Orderbuch festgelegt.  

  • Vorzeitige Ausübung (early exercise)

    Die Ausübung einer amerikanischen Option vor ihrem Verfalltag.  

  • Wertpapier­pensions­geschäft («Repurchase-Geschäft» – «Repo») (repurchase transaction ("Repo"))

    Kreditaufnahme durch die Kombination des Verkaufs eines Vermögenswerts (in der Regel ein festverzinsliches Wertpapier) und dem Rückkauf desselben zu einem späteren Zeitpunkt, zu einem leicht höheren Preis (der den Kreditzins reflektiert).  

  • Wide Area Network (wide area network)

    Ein WAN ist ein geografisch weit gestreutes Telekommunikationsnetzwerk: der Begriff unterscheidet eine breitere Telekommunikationsstruktur im Vergleich zu einem LAN.  

  • Workstation (workstation)

    Die Standard Frontend-Workstation ist in Bezug auf die MISS der Client und stellt dem Benutzer die Frontend-Anwendungen (zum Beispiel Handels- bzw. Clearing-GUI) über VALUES API zur Verfügung. MISS-Rechner und Workstations sind im Allgemeinen über ein LAN verbunden.  

  • Worst-Case Loss (worst-case loss)

    Der größtmögliche Glattstellungsverlust, der (potenziell) bis zum Ende des nächsten Börsentags auftreten könnte. Dieser Betrag ist durch die Bereitstellung der Additional Margin abgesichert.  

  • XTF (XTF)

    Siehe Börsengehandelter Fonds.  

  • Zahlung gegen Lieferung (delivery versus payment)

    Eine Lieferinstruktion (auch „DvP” genannt), bei der die Lieferung von Wertpapieren und die Zahlung des Gegenwerts aneinander gekoppelt sind (Zug-um-Zug-Geschäft).    

  • Zahlungsanweisung (payment order)

    Im Rahmen der Tagesendverarbeitung für Kassawertpapiere wird das Settlement-Netting durchgeführt, infolge dessen sowohl Netto-Lieferinstruktionen als auch Zahlungsanweisungen erstellt werden (auf der Basis von Lieferinstruktionen, Dividendenzahlungen usw.). Diese werden zusammengefasst und an die Deutsche Bundesbank übermittelt.  

  • Zeitwert (time value)

    Komponente des Optionspreises, die sich aus der Möglichkeit ergibt, dass die Erwartungen des Anlegers während der Restlaufzeit der Option erfüllt werden. Je länger die Restlaufzeit, umso höher der Optionspreis. Dies ist angesichts des längeren Zeitraums, in dem der Basiswert steigen oder fallen kann, nachvollziehbar. (Ausnahmen bestehen bei Optionen auf Futures bzw. bei Put-Optionen, die tief im Geld liegen.)  

  • Zentraler Kontrahent (CCP) (central counterparty (CCP))

    Siehe Kontrahentenfunktion der Eurex Clearing AG.  

  • Zentralverwahrer (central securities depository)

    Ein Zentralverwahrer ist ein Finanzinstitut, das die Verwahrung und Abwicklung von Wertpapieren für einen oder mehrere Märkte zur Aufgabe hat. Der Zentralverwahrer für Deutschland ist Clearstream Banking AG, Frankfurt.

  • Zinskurve, Zinsstrukturkurve (yield curve)

    Grafische Darstellung des Verhältnisses zwischen Restlaufzeit und Rendite von Anleihen.  

  • Zugangscode (access code)

    Der von jedem Anwender des Eurex®-Systems benötigte Identifizierungscode. Jeder Mitarbeiter (Händler, Systemadministratoren und Back Office-Personal) muss über einen eigenen Zugangscode verfügen.

  • Zugeteilte Position (allocated position)

    Eine Long Position in Fixed Income Futures-Kontrakten, die zum Erfüllungszeitpunkt den zur Lieferung angezeigten Wertpapieren zugeordnet wurde.

  • Zugrunde liegender Vermögenswert (underlying asset)

    Siehe Basiswert.  

  • Zugrunde liegendes Wertpapier (underlying security)

    Siehe Basiswert.  

  • Zuordnungsverfahren (allocation process)

    Das Verfahren, bei dem Inhaber von Long Futures-Positionen in Kontrakten mit physischer Lieferung durch die Eurex Clearing AG mittels eines Zufallsverfahrens ausgewählt werden; nach Zuordnung werden diese über die anstehende Lieferung informiert.

  • Zur Brutto-Verarbeitung gekennzeichnetes Geschäft (Trade marked for gross processing)

    Ein für die Brutto-Verarbeitung gekennzeichnetes Kassageschäft. Das Kennzeichen ist als Standard gemäß den Kundenspezifikationen eingestellt und kann im Brutto-Liefermanagement modifiziert werden.

  • Zuteilung (assignment)

    Wird eine Options-Long Position ausgeübt, bestimmt das Eurex®-System unter allen offenen Short-Positionen der gleichen Optionsserie per Zufallsverfahren einen Stillhalter, dem die ausgeübte Position zugeteilt wird, der also zur Erfüllung der Lieferverpflichtung oder gegebenenfalls den Erhalt des Basiswerts herangezogen wird.

  • Zuteilungsalgorithmus (allocation algorithm)

    Dieser Algorithmus wird beim Clearing von Aktien eingesetzt, um allen gesperrten Verkaufsgeschäften Kaufgeschäfte in gleicher Höhe zuzuweisen.

 

Marktstatus

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