Orderverarbeitung

Orderverarbeitung

Ordereigenschaften

Marktteilnehmer können wählen, ob ihre Orders bei einem Systemausfall durch die Verwendung persistenter Orders gesichert werden sollen. Weiterhin können Marktteilnehmer entscheiden, ob ihre Orders Clearing-Informationen enthalten sollen oder nicht. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dass ihre Orders keine Clearing-Informationen enthalten sollen, wählen sie Lean Orders wählen. Lean Orders sind jedoch niemals persistent.

 

Order-Persistenz

Jede Order kann als eine persistente oder nicht persistente Order eingegeben werden. Nicht persistente Orders werden in den folgenden Situationen automatisch gelöscht:

  • Der Produktstatus verändert sich zu Halt.
  • Eine Volatilitätsunterbrechung tritt ein.
  • Die zugehörige technische Anbindung (Session) wird unterbrochen.
  • Ein technischer Fehler im Eurex Backend wurde entdeckt.

Persistente Orders sind in einer Datenbank von T7 gespeichert. Damit wird verhindert, dass eine persistente Order im Falle eines Systemausfalls verloren geht. Während des Neustarts nach einem Systemausfall, lädt T7 die persistenten Orders aus der Datenbank. Der Zeitprioritätsstempel dieser Orders bleibt dabei unverändert.

Eine nicht persistente Order wird verarbeitet, ohne in die Datenbank geschrieben zu werden. Im Gegensatz zu persistenten Orders werden nicht persistente Order nach einem Systemausfall nicht wieder geladenn und sind deshalb definitiv gelöscht. Nicht persistente Orders können nicht mit einer Ordergültigkeit GTC oder GTD eingegeben werden und sind deshalb nicht mehr am nächsten Handelstag verfügbar.

Orders gelten immer als persistente Orders, wenn sie über das Eurex Trader GUI eingegeben werden.

Lean Orders

Jede Orderart kann als Lean Order gekennzeichnet werden.

Für Lean Orders gilt, dass der Erhalt der Statusnachrichten auf die technische Anbindung (Session) beschränkt ist, in welcher die Order eingegeben wurde. Weiterhin können nur solche Informationsnachrichten via Anfrage auf Rückübertragung wiederhergestellt werden, die sich auf Ausführungen und Ereignisse beziehen, welche nicht vom Besitzer der Order vorgenommen wurden.

Für eine Order, die nicht als Lean Order gekennzeichnet ist, gilt, dass der Erhalt der Statusnachrichten nicht auf die Session beschränkt ist, in welcher die Order eingegeben wurde und Informationsnachrichten über alle Ereignisse, die die Order betreffen, via Anfrage auf Rückübertragung wiederhergestellt werden können.

Lean Orders werden für High- und Low-frequency Sessions unterstützt, aber nicht im Eurex Trader GUI. Lean Orders sind nur in der aktuellen Session sichtbar und niemals persistent.

Order-Modifizierung

Ein User kann eine Order verändern, die sich im Orderbuch befindet. Mit der Anfrage zur Änderung einer Order muss diese mit Hilfe der Order ID – sofern verfügbar – oder mit Hilfe der Exchange Order ID identifiziert werden.

Der User kann den Limit Preis oder die komplette Ordermenge verändern. Für einen neuen Limit Preis und eine neue komplette Ordermenge gelten die gleichen Kriterien zur Validierung wie bei einem Ordereingang.

Wenn das komplette Ordervolumen modifiziert wurde, wird  das akkumulierte ausgeführte Volumen weitergeführt, während das offene Ordervolumen neu berechnet wird. Der Versuch, das komplette Volumen einer Order auf einen Wert unterhalb der bereits ausgeführten Menge zu setzen, endet in der Löschung der Order.

Der Zeitprioritätsstempel wird aktualisiert, wenn:

  • sich der Limit Preis der Order ändert;
  • eine Market Order zu einer Limit Order geändert wird oder vice versa;
  • das komplette Ordervolumen erhöht wird.

Die Änderung einer anderen Eigenschaft der Order hat keinen Einfluss auf die Zeitpriorität der Order.

Wenn der Instrumentenstatus „Continuous“ vorliegt und eine der oben gelisteten Bedingungen für ein Update des Zeitprioritätsstempels erfüllt ist, beginnt T7 einen neuen Versuch, die modifizierte Order wie eine neu eingehende Order auszuführen.

Bei einem neuen Versuch eine Book Order auszuführen, ist die geänderte Menge irrelevant für Limit Orders, es kann aber eine Ausführung im Falle einer Book Market Order zustande kommen.

Die folgenden Eigenschaften einer Order können nicht verändert werden:

  • Instrument-Identifier
  • Seite (Kauf oder Verkauf)
  • Technische Ordereigenschaften „Persistent“ oder „Lean“

Eigene Order ID

Wenn eine neue Order von T7 akzeptiert wird, ordnet das System der Order eine Exchange Order ID zu. Diese ID ist garantiert unterschiedlich zu allen anderen Orders und Quotes desselben Produktes, die eine offene Menge am selben Geschäftstag haben.

Der eingebende User kann der Order optional eine Client Order ID hinzufügen. T7 prüft, ob diese Client Order ID in dem Instrument und in der Session des Orderbuchs zur Zeit der Eingabe einmalig ist. Nur für IOC Orders wird nicht geprüft, ob die Client Order ID einmalig ist.

Bei Modifizierung oder Löschung einer Order identifiziert der User die Order entweder mit der Exchange Order ID oder mit der Client Order ID (sofern verfügbar). Dem User steht dabei offen, ob er eine neue Client Order ID bei jeder Modifizierung oder Löschung festlegt. Die Exchange Order ID bleibt in jedem Fall für die gesamte Laufzeit der Order unverändert; eine Order-Modifizierung führt zum Beispiel nicht zu einer Änderung der Exchange Order ID, auch wenn die Zeitpriorität der Order verändert ist.

 
 
 
 

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