Presse
Eurex führt Futures und Optionen auf den Euribor ein
Unterstützung der Geldmarktprodukte durch Designated Market Maker, Designated Broker
17 Sep 1998
Eurex führt am Freitag die ersten in Euro denominierten Geldmarkt-Produkte ein. Es sind Futures und Optionen auf den Euribor, den neuen Interbankenzinssatz für Geldmarktgeschäfte im Euro-Raum, und das britische Gegenstück, den Euro-Libor. Der Euribor wird von der European Banking Federation in Zusammenarbeit mit der Financial Markets Organisation berechnet und wird die nationalen Referenzzinssätze der Teilnehmerländer größtenteils ersetzen. Die Auswahl der Banken, die den Euribor quotieren, erfolgte auf der Grundlage von Marktkriterien. Als neuer Referenzzinssatz für den Euro-Raum genießt der Euribor die breite Unterstützung der kontinentaleuropäischen Bankenlandschaft. Eurex ist der einzige Terminmarkt, der seinen Teilnehmern Europrodukte auf beide Zinssätze anbietet. Die Verantwortlichen gehen davon aus, daß vorübergehend auch der Euro-Libor noch eine wichtige Rolle spielen wird. So kann Eurex den Marktteilnehmern größtmögliche Flexibilität gewährleisten.
Diese äußert sich auch in der Unterstützung der börsengehandelten Derivate. So werden zur Bereitstellung der Basisliquidität elf Designated Market Maker verbindliche Geld-und Briefkurse für den Dreimonats-Euribor-Future stellen. Darüber hinaus haben 4 vier Eurex-Mitglieder für den Ein-Monats-Euribor-Future und die Dreimonats-Euribor-Option sowie zwei weitere Mitglieder für den Dreimonats-Euro-Libor-Future eine Quotierungsverpflichtung übernommen. Zusätzliche Unterstützung erhält die Einführung der neuen Produkte durch sogenannte Designated Broker, die die aktive Vermarktung fördern. Laut Eurex besteht bei Londoner Banken und Local-Firmen großes Interesse an den Futures und Optionen auf den Euribor.
Zur Unterstützung der Produkteinführung setzt Eurex die Handelsentgelte bis einschließlich 15. März 1999 in allen Geldmarktprodukten aus. Für die umsatzstärksten Teilnehmer in Dreimonats-Geldmarkt-Futures wird die Gebührenbefreiung um weitere neun Monate verlängert.
