Presse
Keine Änderung bei derzeitiger Ausgestaltung deutscher Zins-Futures an der Eurex
Verlängerung der Lieferperiode für den BUND-Future erwogen
28 Mai 1999
Der Terminmarkt Eurex ist am Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Zinsen zu dem Ergebnis gekommen, die derzeitige Ausgestaltung der deutschen Zins-Futures nicht zu ändern. Eurex tritt erneut Spekulationen entgegen, es könne im Juni zu einem Engpass lieferbarer Anleihen kommen - einem sogenannten Squeeze. Ein intensiver Dialog mit den Arbeitskreisteilnehmern habe ergeben, so Eurex, dass man nach wie vor keine Anzeichen für einen solchen Engpass sehe. Auffällige Marktbewegungen vor einem Verfalltermin sind nach Ansicht von Eurex und Arbeitskreisteilnehmern nicht in der Ausgestaltung der Zins-Futures begründet, sondern in den Eigenheiten des Repo- und Kassamarktes zu sehen, hiess es.
Der international ausgerichtete Arbeitskreis Zinsen der Eurex, bestehend aus Teilnehmern der grössten Finanzplätze der Welt, sah bei seinem gestrigen Treffen erneut keinerlei Notwendigkeit für eine Veränderung des BUND-Future-Kontraktes sowie anderer deutscher Zins-Futures. In den letzten Wochen waren immer wieder die verschiedenen Möglichkeiten zur Reduzierung einer potentiellen Squeeze-Gefahr im Markt diskutiert worden, die sich aber nach Meinung des Arbeitskreises als nicht notwendig erwiesen. Gegen die vorgeschlagene Möglichkeit einer Coupon-Senkung sprachen sich Dreiviertel der Arbeitskreisteilnehmer aus. Auch einer Erweiterung des Lieferkorbes wurde eine klare Absage erteilt, da jedenfalls gegenwärtig der Markt auf die Lieferung deutscher Staatsanleihen, nicht aber Staatsanleihen anderer Staaten, ausgerichtet sei.
Auf Zustimmung der Marktteilnehmer fiel der Vorschlag, die Veröffentlichung der täglichen Open Interest-Zahlen weiter zu verbessern. Ebenso wird die Eurex weitere Analysen einer eventuellen Ausdehnung des Lieferzeitpunktes auf eine Lieferperiode durchführen.
